Segeln Olympia
Deutsche Segler fahren weiter hinterher

Bei den deutschen Seglern herrscht weiter olympische Flaute: "Ich bin total enttäuscht und weißüberhaupt nicht, woran es lag", sagte Petra Niemann nach ihren 20. Plätzen.

Nach dem schwarzen Tag im Gelben Meer vor Qingdao regierte bei der Flotte des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) der Frust. "Ich bin total enttäuscht und weißüberhaupt nicht, woran es lag. Ich war im Training nicht langsam und auch im Rennen hat es sich nicht so angefühlt", sagte die Berlinerin Petra Niemann, die in beiden Auftaktrennen im Laser Radial jeweils nur auf den 20. Platz kam. In der Gesamtwertung liegt die Vize-Weltmeisterin von 2006 damit vorerst nur auf Rang 26 von 28 Teilnehmerinnen. Aus der Medaillenhoffnung wurde ein Sorgenkind.

Auch die zweimaligen 470er-Europameisterinnen Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) blieben am Dienstag hinter den Erwartungen zurück. In der insgesamt dritten von zehn Wettfahrten vor dem abschließenden Medaillenrennen reichte es für das Duo nur zu Platz elf, in der vierten Regatta sprang dann Rang neun heraus. In der Gesamtwertung sind Rothweiler/Kussatz damit immerhin Siebte.

Auch die Suche nach Gründen für die Flaute gestaltet sich derweil wenig zufriedenstellend. "Das Revier ist verdammt schwierig. Entweder man hat den richtigen Riecher oder nicht - wir haben ihn momentan leider nicht", meinte Steuerfrau Rothweiler und gab sich ähnlich ratlos wie Teamkameradin Niemann: "Wenn man nicht so genau weiß, woran es liegt, ist das natürlich doppelt frustrierend."

Am Mittwoch stehen für Niemann und Rothweiler/Kussatz jeweils zwei weitere Regatten auf dem Programm. Dann greifen nach einem Ruhetag auch die Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) sowie die Yngling-Crew um Steuerfrau Ulrike Schümann (Berlin) wieder ins Geschehen auf der Fushan-Bucht ein.

Peckolts feuern ihren Psychologen

Die Peckolts liegen derzeit auf einem aussichtsreichen vierten Platz. Auf Rang elf liegt das Schümann-Trio, das sich am Dienstag von seinem Psychologen Kurt Banse trennte: "Wir sind der Meinung, dass die Zusammenarbeit für die nächsten Tage nicht mehr gewinnbringend ist", sagte Schümann. Mit ihren Vorschoterinnen Ute Höpfner und Julia Bleck liegt sie nur vier Punkte hinter den drittplatzierten Australierinnen zurück.

Die Führung im Laser Radial übernahm derweil zunächst die US-Amerikanerin Anna Tunnicliffe. Bei den 470ern der Frauen rangieren Elise Rechichi/Tessa Parkinson aus Australien auf der Spitzenposition.

In den am Dienstag im Einsatz befindlichen Klassen ohne deutsche Beteiligung führen Yin Jian (China) im Surfen der Frauen, Shahar Zubari (Israel) im Surfen der Männer, die Australier Nathan Wilmot/Malcolm Page im 470er der Männer und Andrew Murdoch aus Neuseeland im Laser.

© SID

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