Segeln Olympia
Deutsche Segler mit schwachem Auftakt

Die deutsche Medaillenhoffnung Ulrike Schümann und ihre Yngling-Crew haben bei den olympischen Segelregatten in Qingdao einen enttäuschenden Auftakt erlebt.

Die Medaillenhoffnungen von Yngling-Seglerin Ulrike Schümann (Berlin) und ihrer Crew haben zum Auftakt der olympischen Regatten in Qingdao einen Dämpfer erhalten. Die dreimalige Vize-Weltmeisterin kam in den ersten beiden Wettfahrten nicht über die Ränge acht und sieben hinaus und muss sich auch in der Gesamtwertung zunächst mit einem achten Rang begnügen.

"Ich denke, dass wir uns schon ein Streichergebnis geleistet haben. Um eine Medaille zu holen, müssen wir jetzt wohl in jedem Rennen unter die ersten Fünf kommen", sagte Schümann. Das Reglement sieht vor, dass das schlechteste Ergebnis in einer der zehn Wettfahrten vor dem abschließenden Medaillenrennen der zehn besten Teams für das Gesamtranking nicht berücksichtigt wird.

Schnelle Chance auf Wiedergutmachung

Schon am Sonntag hat Schümann mit ihren beiden Berliner Vorschoterinnen Ute Höpfner und Julia Bleck in der dritten und vierten Regatta die Chance zur Wiedergutmachung. "Wir werden kämpferisch in die Rennen gehen", versprach Schümann: "Schon in den ersten beiden Wettfahrten war mehr drin. Wir haben keine Speed-Probleme, daher bin ich weiterhin zuversichtlich. Es hätte schlimmer kommen können."

Am Samstag hatten der Steuerfrau und ihrer Crew die schwierigen Wind- und Strömungsverhältnisse sowie die eigene Nervosität Probleme bereitet. Zudem gab es Schwierigkeiten beim Trimmen der Segel. Der Sportdirektor des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), Hans Sendes, gab sich dennoch zuversichtlich: "Der Druck ist jetzt weg. Am Sonntag wird es sicherlich besser werden."

Erste Yngling-Siege an Australien und die Niederlande

Die Siege in den ersten beiden Yngling-Rennen sicherten sich derweil die Australierin Krystal Weir und Mandy Mulder aus den Niederlanden. In der Gesamtwertung führt nach einem zweiten und einem dritten Rang die britische Welt- und Europameisterin Sarah Ayton vor Jennifer Provan (Kanada) und Mulder.

Aytons Landsmann und Top-Favorit Ben Ainslie erfüllte die Erwartungen im Finn-Dinghy derweil zunächst nicht. Nach einem zehnten Platz im Auftaktrennen schlug der zweimalige Olympiasieger mit einem Sieg in der zweiten Wettfahrt jedoch zurück. Die erste Regatta hatte der Grieche Emilios Papathanasiou für sich entschieden. Die Gesamtführung übernahm Rafal Szukiel aus Polen. In den Rennen der Einmannjolle ist der DSV nicht vertreten.

Die Wettfahrtserien im Yngling und Finn werden am Sonntag mit jeweils zwei weiteren Rennen fortgesetzt. Dann greifen auch die Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) im 49er erstmals ins Geschehen ein. "Es ist nicht so, dass wir wie Hulle über das Wasser flitzen. Aber wir haben auch keine Sorgen. Unser Ziel ist es, eine gute Regattaserie zu segeln", sagte Hannes Peckolt. 2007 hatte das Duo EM-Silber gewonnen.

© SID

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