Segeln Olympia
Peckolt-Brüder auf Medaillen-Kurs

Nach ihren durchwachsenen Ergebnissen zum Auftakt am Sonntag haben die Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) bei den olympischen Segelregatten der 49er in Qingdao Kurs in Richtung Medaille genommen.

Die Flotte des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) ist im Kampf um olympisches Edelmetall in Lauerstellung. Nach den enttäuschenden Ergebnissen zum Auftakt sorgten am Montag in Qingdao vor allem die Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) für eine Trendwende. Die EM-Zweiten von 2007 schoben sich nach sechs von 15 Wettfahrten vor dem Medaillenrennen vom zwölften auf den vierten Platz nach vorn und haben Kurs auf die Podiumsplätze genommen.

"Alles hat gepasst"

"Es war ein super Tag. Alles hat gepasst. Wir haben uns auf dem Boot sehr wohl gefühlt und keine großen Fehlentscheidungen getroffen", sagte Hannes Peckolt nach den Plätzen sechs, drei und zwei in den Regatten am Montag: "Wir wollen versuchen, die nächsten Wettfahrten einzeln zu betrachten und nicht zu sehr auf die Gesamtwertung zu schauen."

Trotz eines wechselhaften Tages können auch die Berlinerin Ulrike Schümann und ihre Yngling-Crew weiter von einer Medaille träumen. Nachdem sich das Trio durch einen elften Platz im fünften Rennen fast schon aller Chancen auf Edelmetall beraubt hatte, schlug Schümann mit einem dritten Rang in der sechsten Regatta zurück.

"Ich denke, der Knoten ist jetzt geplatzt. Wir müssen dranbleiben. Auch die anderen Teams werden sich noch Schwächen erlauben", erklärte die 35-Jährige, die mit ihren Vorschoterinnen Ute Höpfner und Julia Bleck zwar nur auf dem elften Platz der Gesamtwertung liegt, von den drittplatzierten Australierinnen jedoch nur vier Punkte entfernt ist.

"Dieser Abstand ist nichts", meinte die dreimalige Vize-Weltmeisterin Schümann: "Es ist noch etwas drin." Auch DSV-Sportdirektor Hans Sendes gab sich optimistisch. "Ich bin sehr zufrieden. Das war ein richtig guter Tag. Ich traue allen noch etwas zu", sagte der Teamchef und bezog in sein Lob auch das Duo Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) ein.

"Solide durchgewurschtelt"

Die zweimaligen 470er-Europameisterinnen liegen nach den ersten beiden Rennen auf Platz sieben. Einem siebten Rang zum Auftakt ließ das Duo in der zweiten Regatta Platz sechs folgen. "Es waren schwierige Bedingungen. Ich bin froh, dass wir uns solide durchgewurschtelt haben", meinte Rothweiler vor den nächsten Rennen am Dienstag.

Im 49er und Yngling steht dann ein Ruhetag auf dem Programm. Ihren Auftakt nimmt derweil die Regattaserie im Laser Radial, wo die Berlinerin Petra Niemann zwei Tage vor ihrem 30. Geburtstag am Donnerstag den Kampf um Edelmetall beginnt.

"Das Ziel ist eine Medaille. Gold ist natürlich die schönste Farbe", sagt die WM-Dritte von 2007, die in China zum dritten Mal bei Olympia an den Start geht. Im Europe, der im Olympia-Programm von der Laser-Radial-Klasse abgelöst wurde, reichte es 2000 in Sydney zu Rang 13 und vier Jahre später in Athen zu Platz zehn.

© SID

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