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Seilbahn-Unglück in Österreich: Gondel stürzte ab

Beim Zusammenstoß von zwei Gondeln der Grünbergseilbahn bei Gmunden in Oberösterreich sind zwei Menschen verletzt worden.

dpa LINZ. Beim Zusammenstoß von zwei Gondeln der Grünbergseilbahn bei Gmunden in Oberösterreich sind zwei Menschen verletzt worden. Nach Angaben eines Sprechers war eine unbesetzte Kabine auf der Bergfahrt kurz hinter der Talstation aus ihrer Führung geraten und auf die 150 Meter hinter ihr fahrende Gondel geprallt.

Durch die Wucht des Aufpralls sprang die Tür der mit einer Frau und ihrer Enkelin besetzten Gondel auf. Die Zehnjährige stürzte mindestens zehn Meter in die Tiefe und erlitt dabei schwere Verletzungen. Ihre Großmutter musste mit einem Rettungshubschrauber geborgen werden. Die leere Kabine stürzte nach dem Zusammenprall zu Boden.

Bei dem schwer verletzten Mädchen handelte es sich nach Angaben der Nachrichtenagentur APA um die Tochter des Betreibers einer Gaststätte auf der Bergstation. Sie habe den Vater besuchen wollen, als das Unglück gegen 13.15 Uhr geschah.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers war zum Zeitpunkt des Unglücks wegen der Mittagszeit nur noch eine weitere der insgesamt 26 Gondeln besetzt. Die Ursache der Tragödie war zunächst nicht bekannt. Nach Angaben des Betriebsleiter der Seilbahn, Rudolf Tremmel, lief die Bahn, die im Besitz des Bundeslandes Oberösterreich ist, seit 1957 unfallfrei. Insgesamt ist es in Österreich seit 1992 bereits zu 14 Unfällen mit Seilbahnen gekommen, bei denen mehrere Menschen getötet wurden.

Die Talstation der Grünbergseilbahn befindet sich in einer Seehöhe von 432 Metern. Für die rund zwei Kilometer lange Fahrt bis zur Bergstation in 1 004 Metern Höhe benötigen die 26 Vierergondeln der Bahn rund 14 Minuten. Pro Stunde können bis zu 260 Personen befördert werden.

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