Seit der Übernahmen von Unilever ist CSM europäischer Marktführer
CSM: Leckere Zutat als Depotbeimischung

In Zeiten, in denen die Erträge vieler Unternehmen - besonders aus dem Technologiesektor - stark schwanken, bieten Aktien von Nahrungsmittelunternehmen ein solides Basisinvestment. Aussichtsreich sind etwa die Titel der niederländischen CSM.

DÜSSELDORF. Vom Abwärtstrend des Amsterdamer AEX-Index (minus drei Prozent seit Januar) hat sich die Aktie mit einem Plus von sieben Prozent bereits deutlich abgekoppelt. Ein Grund ist das positive Halbjahresergebnis. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (Ende September) lag das Nettoergebnis mit einem Zuwachs von 10,1 Prozent auf 88 Millionen Euro über den Erwartungen der Analysten. Der CSM-Gesamtumsatz, bei dem Bäckereizutaten und Süßwaren 44 Prozent zum Ertrag beisteuern, fiel allerdings leicht um 3,7 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro zurück, was jedoch wegen des überraschend hohen Gewinns den Kursauftrieb nicht bremste.

CSM verfolgt zwei Hauptziele: Zum einen soll das interne Wachstum vorangetrieben werden. Gleichzeitig will der Konzern die Verschuldung von rund 850 Millionen Euro abbauen. Das Vorhaben könnte gelingen. Denn die Holländer haben seit der Übernahme des Bäckereigeschäfts von Unilever für 700 Millionen Euro in Europa mit einem Marktanteil von zwölf Prozent die führende Position. In den USA liegt CSM auf dem zweiten Platz. Als Hersteller von Milchsäure, die 23 Prozent zum Gewinn beiträgt, kommt CSM sogar auf einen globalen Marktanteil von 70 Prozent.

Die Konzentration auf das Stammgeschäft und der Verkauf unrentabler Sparten sollte die operative Marge von derzeit sieben Prozent bis Ende kommenden Jahres auf über acht Prozent anheben. Die Margenverbesserungen werden dem Gewinn auf die Sprünge helfen. Bei einem Umsatz im laufenden Jahr von 3,6 Milliarden sollte ein Nettoertrag von knapp 200 Millionen Euro hängenbleiben. Im Branchenvergleich sind die Aktien bei einem Börsenwert von 2,1 Milliarden Euro und einem KGV für dieses Jahr von 11 immer noch deutlich unterbewertet und bieten 20 Prozent Kurspotenzial.

Quelle: Wirtschaftswoche

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