Seit März auf Talfahrt
Babcock-Kurs wegen fehlender Strategie unter Druck

Die im MDax notierten Aktien von Babcock Borsig sind am Dienstag zeitweise um mehr als 24 Prozent auf ein neues Rekordtief von 4,06 Euro gefallen. Aktienhändler sagten, die weiterhin völlig unklare Strategie des Konzerns führe zu massiven Verkäufen verschiedener großer Bankhäuser.

Reuters / FRANKFURT. "Solange der Vorstand keine Strategie glaubhaft kommunizieren kann, würde ich keine müde Mark mehr in Babcock investieren", sagte ein Frankfurter Börsianer. Die Verkäufe kämen von mehreren Adressen. Der Umsatz auf dem elektronischen Handelssystem Xetra war mit mehr als 425.000 gehandelten Stücken überdurchschnittlich hoch.

Seit März befindet sich die Aktie des Oberhausener Konzerns auf Talfahrt. Händlern und Analysten zufolge hat der Verkauf der Beteiligung an der Werft HDW Bedenken über die weitere Strategie des Unternehmens aufkommen lassen. Damit habe sich Babcock von seinem lukrativen Kerngeschäft Schiffbau getrennt, hieß es. Der Babcock-Vorstand hatte die strategische Kehrtwende stets als alternativlos verteidigt.

Am Nachmittag tendierte die Aktie wieder bei 4,75 Euro, was noch einem Abschlag zum Vortag von rund 11,6 Prozent entspricht. Damit hat das Papier seit Mitte März mehr als die Hälfte seines Börsenwertes eingebüßt.

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