Seit Wochen Streit mit France Telecom
Mobilcom-Streit verzögert IT-Privatisierung nicht

Die Bundeswehr sieht für die Entscheidung über die Privatisierung ihrer IT-Strukturen keine Verzögerung durch die unsichere Zukunft des Mitbieters Mobilcom.

Reuters BERLIN. "Uns stellen sich keine weiteren Verzögerungen dar", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Dienstag in Berlin. Er reagierte damit auf einen Artikel der "Financial Times Deutschland" (FTD), wonach sich die Vergabeentscheidung für den Milliardenauftrag unter anderem wegen der ungeklärten Eigentümerstruktur bei Mobilcom verzögere. Der Sprecher nannte kein Datum für die Entscheidung, sagte aber: "Ende des Jahres ist ein guter Zeitraum." Die FTD hatte berichtet, die Vergabe werde vor der Bundestagswahl am 22. September nicht mehr entschieden.

Der Mobilfunkanbieter Mobilcom gehört gemeinsam mit dem IT-Dienstleister CSC Ploenzke zu dem Konsortium, das Anfang Juni den vorläufigen Zuschlag für das "Herkules" genannte Projekt zur Privatisierung des Kommunikations- und Datenverarbeitungsbereichs der Bundeswehr erhalten hatte. Es hatte sich damit gegen das konkurrierende Konsortium aus Siemens, IBM und Deutsche Telekom durchgesetzt. Bei Mobilcom liefern sich Firmengründer Gerhard Schmid und Großaktionär France Telecom seit Wochen einen Streit um die Besitzverhältnisse.

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