Seit zwei Monaten
Exilchinesische Dissidenten verschwunden

Zwei Monate nach ihrem Verschwinden gibt es keine Nachricht von drei exilchinesischen Dissidenten, die nach Vermutungen von Menschenrechtsgruppen in chinesischer Haft sind.

dpa/HB PEKING/DÜSSELDORF. Nach einem Appell von Amnesty International berichtete am Montag ein US-Diplomat in der chinesischen Hauptstadt, die Botschaften in Peking und Hanoi untersuchten die Fälle. "Es gibt nichts Neues." Der 54-jährige Bürgerrechtler Wang Bingzhang und die Aktivistin Zhang Qi, die beide Aufenthaltsrecht in den USA haben, sowie der 54-jährige Yue Wu, der seinen ständigen Wohnsitz in Frankreich hat, sind seit Mitte Juni verschwunden. Über Vietnam sollen sie damals nach unbestätigten Berichten über die Grenze geschlüpft und dann in China aufgegriffen worden sein.

Wang Bingzhang, Mitbegründer eines demokratischen Magazins und zwei verbotener politischer Gruppen, war bereits 1998 mit einem falschen Namen nach China gereist, wurde festgenommen und später ausgewiesen. Yue Wu flüchtete 1989 nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung nach Frankreich, wo ihm politisches Asyl gewährt wurde. Zhang Qi verließ China 2000 und erhielt Asyl in den USA, wie Amnesty berichtete.

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