Seitwärtstrend geht weiter
Dax-Ausblick: Hoffen und Bangen um die T-Aktie

"Großes Desinteresse" herrsche am Markt, so war es von Analysten zu hören. Für einen Aufschwung in der nächsten Woche kann nur ein Unternehmen sorgen: die Deutsche Telekom AG. Am Dienstag veröffentlicht das Unternehmen die Zahlen für die ersten 6 Monate des Jahres 2000. Analysten sehen den Dienstag als spannendsten Tag der Woche an. Ob allerdings die Ergebnisse des Telefonriesen den ermüdenden Seitwärtstrend des Deutschen Aktienmarktes aufhalten kann, wird allerdings am Markt bezweifelt.

HB DÜSSELDORF "Die Seitwärtsbewegung des Dax, die ja schon seit April diesen Jahres besteht, ist noch nicht beendet", sagt Bernd Meyer von der Deutschen Bank AG. Kurzfristig sei für ihn keine Änderung in Sicht. "Ich sehe derzeit keine positive Entwicklung, welche die momentane Situation ändern könnte." Mit einem Hinweis auf die folgenden Monate belegt er seine Prognose: "Die schlechten Sommermonate sind noch nicht vorbei", so Meyer. Traditionell sind die Börsen in den Monaten September und Oktober überwiegend schwach.

Anlegern rät er daher vorsichtig zu sein und nicht übereifrig Aktien zu kaufen. "Vielleicht geht es ja mit der Börsennotierung der Post AG im November auch mit dem Dax wieder etwas aufwärts", so seine Hoffnung.

Börsenrelevante Termine gibt es hingegen auch in der kommenden Woche: Dienstag wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt und Freitag der deutsche Einkaufsmanagerindex veröffentlicht. Doch Meyer bezweifelt, dass sich die Zahlen positiv auf den Deutschen Aktien-Index auswirken könnten.



Eine "ereignislose" Woche steht der Börse bevor

Auch Klaus Lüpertz von der Privatbank HBSC Trinkaus & Burkhardt, ist der Ansicht, dass sich die Halbjahres-Zahlen der Deutschen Telekom auf den Dax auswirken könnten. "Es könnte leichte Überraschungen geben. Ob diese Angaben allerdings positive oder negative Auswirkungen auf den Index haben werden, bleibt abzuwarten", so der Aktie-Experte. Da bereits im Vorfeld die wesentlichen Umsatz- und Ertragszahlen veröffentlicht wurden, sorgen nur die Segmentberichterstattung sowie der Ergebnisbeitrag der Mobilfunksparte für neue Erkenntnisse.

"Ereignislos" so der knappe, aber bestimmende Ausblick des Experten von HBSC für die nächsten Tage. Deshalb ist auch seine Prognose für den Dax weit gefasst. "Der Dax wird sich zwischen 7150 und 7400 Punkten bewegen", so der Experte. "Weiter einzugrenzen, wäre nicht sinnvoll. Ich gehe aber davon aus, dass wir in der nächsten Woche beide Extreme sehen werden." Für den Fall, dass der Dax auf 7100 Punkte fallen sollte, empfiehlt er Keinaktionären bei ausgewählten Aktien die Chance zum Einstieg zu nutzen. "Aus meiner Sicht ist die Daimler-Chrysler Aktie sehr interessant, ebenso wie die Allianz-Aktie", so Lüpertz.

Die aktuellen strategischen Anlageempfehlungen von HSBC Trinkaus & Burkhardt zeigt die folgende Tabelle:



Masterliste von HSBC Trinkhaus & Burkhardt

Titel

Branche (nach Stoxx-Index)

Land

Alcatel

TechnologieFrankreich

Allianz

VersicherungDeutschland
CelltechPharmaGroßbritannien

Daimler

Chrysler (neu)
AutomobilDeutschland

EM

-TV
MedienDeutschland

Ericsson

TechnologieSchweden

IBM

TechnologieUSA

Lufthansa

Konsum zyklischDeutschland

Microsoft

TechnologieUSA

Nokia

TechnologieFinnland

Pfizer

PharmaUSA
SkandiaVersicherungSchweden

Vodafone

Telekom

Großbritannien

Wal

-Mart
EinzelhandelUSA
Anmerkung: Die Titel der Masterliste sind aktuelle Kaufempfehlungen von

HSBC Trinkaus & Burkhardt

. Für die Umsetzung dieser Kaufempfehlungen sind die individuelle Risikobereitschaft und die Anlagezielsetzung sowie die bereits vorhandene Portfoliostruktur jedes Investors zu berücksichtigen.


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