Selbst Mobbing nicht tabu
Karriere ist vielen wichtiger als Kinder

Viele Deutsche stellen ihren beruflichen Erfolg über privates Glück. Wie eine von der "Apotheken-Umschau" in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage ergab, wären 7,6 Prozent der Deutschen bereit, zu Gunsten des beruflichen Fortkommens auf Kinder zu verzichten.

wiwo/ap BAIERBRUNN. Einen Wohnortwechsel würde fast jeder Zweite (47 Prozent) in Kauf nehmen. Rund neun Prozent würden auch von der Familie getrennt leben, nur um beruflich voran zu kommen. 2,3 Prozent der Deutschen geben zu, des Erfolges wegen auch vor Mobbing nicht zurückzuschrecken.

Für berufliche Anerkennung opfern die meisten Bundesbürger auch ihre Freizeit: Drei Viertel (74,2 Prozent) würden sich freiwillig fortbilden und ein Zusatzstudium absolvieren, zwei Drittel (65,8 Prozent) regelmäßig Überstunden machen und mehr als jeder Zweite (56,8 Prozent) an Wochenenden arbeiten.

Durchgeführt wurde die Umfrage von der Nürnberger Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK). Das Marktforschungsunternehmen befragte 2.482 Deutsche und rechnete das Ergebnis auf die Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren hoch. Das entspricht 64 Millionen; in der Bundesrepublik leben insgesamt 82 Millionen Menschen.

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