Selbstkritik im Aufsichtsrat der Bankgesellschaft Berlin
Edzard Reuter: "Haben schwere Fehler gemacht"

Der frühere Chef von Daimler-Benz und ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Bankgesellschaft, Edzard Reuter, hat eigene Fehler bei der Kontrolle der Bankführung eingestanden.

dpa BERLIN. "Für mich selbst und den Aufsichtsrat sind die Dimensionen nicht immer erkennbar gewesen. Und ich gestehe ein, dass das wahrscheinlich ein schwerer Fehler gewesen ist", sagte Reuter am Freitag vor dem Berliner Untersuchungsausschuss zur Banken- und Spendenaffäre. Das Controlling-System der Bank habe viel zu spät gegriffen und sei zu wenig ausgerichtet gewesen auf die Kumulierung von Risiken.

Größere Probleme bei der Führung der Bankgesellschaft seien schon durch den Zusammenschluss der Einzelbanken entstanden. Dem damaligen Vorstand sei es in den 90er Jahren nie gelungen, "bis in den Kern hinein, die Geschäfte der Einzelbanken zu steuern und zu beeinflussen", sagte Reuter.

Laut Reuter spielte der frühere Berliner CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Landowsky in seiner Eigenschaft als Bankmanager keine führende Rolle beim Zusammenschluss der Banken. Als enger Berater des damaligen Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) sei er aber dabei gewesen. Ob man das "auseinander dividieren könne", wisse er nicht.

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