Selbstvertrauen scheint zurückgekehrt: Mit Schweizer Hilfe zum Meister-Titel

Selbstvertrauen scheint zurückgekehrt
Mit Schweizer Hilfe zum Meister-Titel

Der VfB Stuttgart setzt auf seine Neuzugänge Marco Streller und Hakan Yakin. Nimmt man die Verpflichtung von Boris Zivkovis hinzu, kostete die Einkaufstour den Verein inklusive Gehältern rund zehn Millionen Euro. Am ersten Rückrundenspieltag ging die Rechnung auf.

STUTTGART. Der Stuttgarter Coach Felix Magath lobte ihn nach seinem 45-minütigen Einsatz beim 2:0 über Hansa Rostock als "spielentscheidende Figur", sein früherer Trainer Christian Gross sagte ihm den baldigen Gewinn der deutschen Meisterschaft voraus, und der "Gottschalk der Schweiz" griff gegen seine Ohnmacht anrennend zum Telefon. "Ihr kauft den FC Basel leer", hinterließ Beni Thurnheer auf dem Band einer Reporterin des Südwestrundfunks. Thurnheer moderiert in der Schweiz eine Samstag-Abend-Fernsehshow, und er zählt zu den exponierten Vertretern der helvetischen Fußballgemeinde, die gar nicht lustig findet, was da in Stuttgart passiert: die Invasion der Schweizer, die den zuletzt schwächelnden Schwaben zum Titel verhelfen sollen. "Sagscht dem Beni liebe Grüße", hauchte Marco Streller, von dem sie beim VfB Stuttgart so viel erwarten und den sie in der Heimat so sehr vermissen.

Die mit Gel in Form gebrachte Dauerwelle zitterte leicht, als der 22-jährige, für 2,5 Millionen Euro aus Basel verpflichtete Stürmer die Reporterin einer Schweizer Tageszeitung wie eine Verwandte innig abbusselte. Dann klapperte er die Schweizer Kamerateams ab, eines nach dem anderen. Die werden wahrscheinlich öfter ins Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion kommen, denn es soll nicht bei einem Schweizer in Diensten des VfB bleiben. Marco Streller betrieb schon mal Lobbyarbeit für den Basler Kollegen Hakan Yakin, der auf der Tribüne unter den 42 000 Zuschauern saß. "Er kann hier sicher helfen und wäre eine Verstärkung", sagte Streller, als sei er Schweizer Fußballbotschafter im besonderen Auftrag.

Yakin sei einer, der Spielwitz mitbringe. Und den können die Stuttgarter im Mittelfeld dringend brauchen, so sehr quälten sie sich gegen defensive Rostocker, bis Hleb und Kuranyi in der zweiten Halbzeit die Tore schossen. Am Sonntag einigte sich der VfB dann mit dem FC Basel, Mittelfeldspieler Yakin spielt für die Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro ab sofort für die Stuttgarter. Weil der Freistoßspezialist in dieser Saison schon für Basel im Uefa-Cup gespielt hat, können ihn die Stuttgarter allerdings nicht in der Champions League einsetzen.

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