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Selbstzensur im Internet

Im Internet haben Anbieter von Informationen ihre Web-Sites geprüft, ob dort für Terroristen nützliche Hinweise zu finden sind.

mzi DÜSSELDORF. Eine der prominentesten Quellen war die Seite der Föderation amerikanischer Wissenschaftler (FAS). Konnte man bis vor wenigen Wochen dort noch nachlesen, wo sich in den USA geheimdienstliche Einrichtungen befinden oder Betriebe angesiedelt sind, die mit Atomkraft zu tun haben, sind diese aus dem FAS-Angebot verschwunden. FAS-Analyst Steven Aftergood begründet dies mit der neuen Situation. Bislang habe man mit der Veröffentlichung eigener Informationen einem Machtmissbrauch der offiziellen amerikanischen Behörden entgegenarbeiten wollen. "Doch diese theoretische Gefahr verblasst vor dem, was tatsächlich geschehen ist", sagt er.

Neben FAS hat auch die staatliche Atomregulierungsbehörde (NRC) ihr Internetangebot komplett eingestellt. Der Bundesstaat Pennsylvania hat Umweltinformationen von seiner Web-Site genommen. Die amerikanische Umweltschutzagentur EPA gibt keine Hinweise mehr über den Umgang mit Chemieunfällen, und das Transportministerium lässt keine Nachforschungen mehr über das amerikanische Pipelinenetz zu.

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