Selektive Handlese ist vorgeschrieben
2003er-Wein ist etwas ganz Besonderes

Geringster Niederschlag, höchste Zahl an Sonnenstunden und die früheste Traubenblüte haben in diesem Jahr in Deutschland für den Jahrhundertwein gesorgt.

HB MAINZ. Beim Jahrgang 2003 scheint nur noch die Frage zu sein, ob es ein Jahrhundert- oder einen Jahrtausendwein wird. "Traumhaft" bis "phänomenal" heißt es aus den 13 Anbaugebieten Deutschlands. Der 2003er sei vergleichbar mit Vorgängern von 1971 oder 1949. Dazu haben ihn die früheste Traubenblüte, die höchste Zahl an Sonnenstunden und die geringste Niederschlagsmenge in den Sommermonaten seit mehr als hundert Jahren gemacht. Resultat ist ein etwa 20 bis 30 Prozent geringerer Ertrag, aber ein Wein der absoluten Sonderklasse.

Die außergewöhnliche Situation begünstigt auch einen Kreis von Spitzengütern aus allen Anbaugebieten, der deutschen Wein auf einen neuen Weg bringen will. Die neuen Spitzenweine auf dem Niveau der französischen "grand crus" - die so genannten "Großen Gewächse", im Rheingau "Erste Gewächse" - unterliegen dabei strengen Regeln. So dürfen sie nur aus klassifizierten Spitzenparzellen mit optimalen Wachstumsbedingungen stammen und ausschließlich aus traditionellen Rebsorten wie Riesling gewonnen werden.

Vorgeschrieben ist zudem eine selektive Handlese. Das Lesegut muss mindestens Spätlesequalität haben. Mit dem neuen Spitzenwein will der Verband der Prädikatsweingüter (VDP) gegen das Kriterium Mostgewicht für die Weinbewertung ankämpfen und für die Rückbesinnung auf den Weinberg werben.

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