Selektive Informationsweitergabe verhindern
Deutsche Börse veröffentlicht neue IPO-Regeln

Die Deutsche Börse AG hat am Dienstag die endgültige Version der Going Public-Grundsätze veröffentlicht, die für alle Börsengänge mit Zulassungsantrag nach dem 1. September als Verhaltenskodex von Unternehmen und emissionsbegleitenden Banken gelten wird.

vwd/ Reuters FRANKFURT/M. Wie die Deutsche Börse AG mitteilte, enthalten die Grundsätze eine sogenannte Black-Out-Period für Emittenten. In dieser Zeit darf der Emittent keine Angaben über das Geschäft oder die Finanz- und Ertragslage machen, die für die Beurteilung der Aktie wesentlich, aber nicht nicht im Prospekt enthalten sind.

Damit soll eine selektive Informationsweitergabe verhindert werden. Auch für die Konsortialbanken gilt eine Black-Out-Period, während der sie keine Unternehmensstudien über das Geschäft oder die Finanz- und Ertragslage eines Emittenten veröffentlichen dürfen. Unternehmensstudien von Banken, die nicht zum Emissionskonsortium gehören, bleiben von den Grundsätzen unberührt.

Die Grundsätze beschränken auch die Verwendung von Pro Forma-Angaben in Prospekten und schreiben eine Bescheinigung des Wirtschaftsprüfers nach anerkannten Prüfungsmaßstäben vor. Außerdem definieren sie die formale Gestaltung des Börsenprospekts.

Anlegerschützer haben den am Dienstag von der Deutschen Börse vorgestellten Kodex für Neuemissionen (IPOs) als Schritt in die richtige Richtung begrüßt. "Die Grundsätze sind geeignet, die bisherige Ungleichbehandlung von privaten und institutionellen Anlegern bei Börsengängen einzudämmen", sagte Marc Tüngler, Sprecher des Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW).

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