Senat gab grünes Licht
Streit um Bewag und Veag beendet

Nach monatelangem Streit ist der Weg zur Bildung des vierten großen Stromkonzerns in Deutschland frei. Sitz und wirtschaftlicher Schwerpunkt des Unternehmens um die Berliner Firmen Bewag und Veag sowie die Hamburger HEW soll nach Senatsangaben die Bundeshauptstadt sein. Die Einzelheiten des Vorhabens sollen in den kommenden Monaten in einer Arbeitsgruppe geregelt werden.

afp BERLIN. Damit gibt es künftig in Deutschland einen vierten großen Stromkonzern neben den durch Fusionen entstandenen Großanbietern E.ON (aus VIAG und VEBA), RWE (aus RWE und VEW) sowie Energie Baden-Württemberg (EnBW) mit deren französischem Großaktionär Electricité de France.

Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) betonte, die Partner hätten in einem Spitzengespräch die Grundbedingungen für die Zustimmung des Senates erfüllt. Die Landesregierung des Stadtstaates hatte auf eine verbindliche Zusage von HEW gepocht, dass deren ostdeutsche Firmen Veag, Laubag und Mibrag dauerhaft in ein gemeinsames Unternehmen mit Bewag eingebracht werden. Nachdem dieser Streitpunkt ausgeräumt war, gab der Senat grünes Licht für die gemeinsame Führung des Berliner Versorgers Bewag durch Mirant und HEW. Beide Partner halten künftig je rund 43 Prozent an der Bewag.

Der Senat erklärte, mit der "Vierten Kraft" erhalte der Wettbewerb auf dem ostdeutschen Strommarkt "entscheidende neue Impulse auch im Hinblick auf die EU-Osterweiterung". Mirant betonte, die Einigung biete Chancen und Vorteile für alle. Firmenchef Jason Harlan zeigte sich "sehr zufrieden".

VIAG und Veba hatten sich im Rahmen ihrer Fusion als Großaktionäre der Bewag zurückziehen müssen. Der Senat hatte aus Sorge um den Standort Berlin und die dortigen Arbeitsplätze sein Veto gegen einen Verkauf sämtlicher E.ON-Anteile an die HEW eingelegt.

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