Senator-Aktie stemmt sich gegen den Trend
Nemax erwischt schwachen Wochenstart

In einem lustlosen und umsatzschwachen Geschäft haben die deutschen Wachstumswerte des Neuen Marktes am Montag einen schwachen Start in die neue Börsenwoche hingelegt.

Reuters FRANKFURT. Händler führten den Kursabschlag auf die schwachen Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq zurück. "Es fehlt einfach an positiven Impulsen", sagte ein Händler. Die Fußball-Weltmeisterschaft scheine die Anleger offenbar mehr zu begeistern.

Aus charttechnischer Sicht habe sich die Situation am Neuen Markt in der vergangenen Woche, als der Auswahlindex Nemax50 1,6 % nachgegeben hatte, nicht entscheidend verbessert, erklärten die Analysten von Consors Capital in ihrer Wochenstrategie. Der seit Anfang Januar etablierte Abwärtstrend sei weiterhin intakt. Eine nachhaltige Verbesserung ergebe sich erst bei einer Überwindung des charttechnischen Widerstandbereiches bei 884 bis 895 Punkten, hieß es weiter.

Am Montag gab der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index bis zum frühen Nachmittag 0,66 % auf 829 Punkte nach. Der Nemax50 rutschte um 0,52 % auf 795 Zähler.

In den USA hatte die Technologiebörse Nasdaq am Freitag nach dem deutschen Handelsschluss noch in die Verlustzone gedreht und letztendlich rund 1 Prozent schwächer geschlossen. Allerdings deutete der Nasdaq-Future mit einem Anstieg um 9,5 Punkte auf einen freundlichen Start in die neue Handelswoche hin.

Aixtron im Minus

Auf Seiten der Kursverlierer standen unter anderem die Aktien von Aixtron und CE Consumer, die jeweils rund vier Prozent weniger kosteten als am Freitag. Auch die Direktbanken DAB Bank und Comdirect verloren rund zwei Prozent an Wert. Händler sagten, es gebe nichts fundamental Neues und erklärten die Verluste mit dem schwachen Gesamtmarkt.

Im Mittelpunkt des Handelsgeschehens standen dagegen einige Titel, die sich gegen den schwachen Markttrend stemmten. Im Nemax50 legte die Senator-Aktie mehr als 7 % auf 1,78 ? zu. Am Freitag hatte der Filmproduzent und Rechtehändler mit den Zahlen zum ersten Quartal die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten übertroffen.

Viva-Kurs profitiert von Übernahme-Spekulationen

Übernahme-Spekulationen führten Börsianer als Grund für den Anstieg der Aktie des Musiksenders Viva Media an. Das Papier verteuerte sich um mehr als 6 % auf 11,31 ?. "Der Spiegel" hatte zuvor berichtet, dass Viva möglicherweise vor einer Übernahme durch einen US-Medienkonzern stehe. "Für den Kurs sind die Gerüchte zunächst einmal gut", sagte ein Frankfurter Händler. Allerdings wisse man nicht, was eine Übernahme konkret bedeute. Viva hat die Spekulationen bislang nicht kommentieren wollen.

Auch die Aktie von Sachsenring legte deutlich zu und stieg um 17,43 % auf 1,28 ?. Am Freitag hatte der Automobilzulieferer einen Insolvenzantrag gestellt, die Aktie war aber Händlern zufolge auf Grund von Spekualtionen auf eine Rettung des Unternehmens dennoch gefragt. Am Wochenende sagte der vorläufigen Insolvenzverwalter, eine Rettung Sachsenrings sei nur mit einem externen Partner realistisch. "Manche Anleger glauben aber noch immer an ein Überleben", sagte ein Händler.

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