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Senator-Gläubiger ebnen Weg für Sanierung des Filmunternehmens

Die Gläubiger des angeschlagenen Berliner Filmunternehmens Senator Entertainment haben den Weg für die Sanierung freigemacht. Am Mittwoch stimmten sie in Berlin einstimmig dem Insolvenzplan zu, teilte Insolvenzverwalter Rolf Rattunde mit. Demnach sollen die Banken als Hauptgläubiger über eine Erhöhung des Sachkapitals oder eine Bareinlage die Mehrheit an Senator erwerben können. Die übrigen Gläubiger erhalten eine Quote von zehn Prozent auf ihre Forderungen.

dpa-afx BERLIN. Die Gläubiger des angeschlagenen Berliner Filmunternehmens Senator Entertainment haben den Weg für die Sanierung freigemacht. Am Mittwoch stimmten sie in Berlin einstimmig dem Insolvenzplan zu, teilte Insolvenzverwalter Rolf Rattunde mit. Demnach sollen die Banken als Hauptgläubiger über eine Erhöhung des Sachkapitals oder eine Bareinlage die Mehrheit an Senator erwerben können. Die übrigen Gläubiger erhalten eine Quote von zehn Prozent auf ihre Forderungen.

Über die Kapitalmaßnahmen soll die nächste Hauptversammlung von Senator Anfang November entscheiden. Sollten sie beschlossen werden, werde das Unternehmen aus der Insolvenz entlassen, sagte Rattunde.

Die Senator Entertainment AG ("Das Wunder von Bern", "Good Bye, Lenin!") hatte im April dieses Jahres nach massiven Abschreibungen auf Lizenzen und Beteiligungen mit drei deutschen Töchtern Insolvenz anmelden müssen. Im Juni wurde bereits ein Kapitalschnitt beschlossen. Ferner konnte in der vergangenen Woche eine Tochterfirma, die Central Film Vertriebs Gmbh, aus der Insolvenz entlassen werden. Das Unternehmen brachte unter anderem Filme wie "Männerpension" und "Die Wixxer" in die Kinos.

Senator produziert und verleiht deutsche und internationale Filme. Das vor 25 Jahren als Senator Film Verleih gegründete Unternehmen war 1986 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Anfang 1999 ging Senator am Neuen Markt an die Börse.

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