Senator verlieren mehr als zwölf Prozent
Neuer Markt weiter im Minus

Der Neue Markt hat am Montag kaum auf die Eröffnung der US-Technologiebörse Nasdaq reagiert. Eine Stunde nach Börsenbeginn an der Wall Street lagen die Wachstumsaktien weiterhin im Minus.

dpa-afx FRANKFURT. Der Nemax 50 gab um 2,39 % auf 1 655,96 Zähler nach. Der Nemax All Share verlor 1,92 % auf 1 722,22 Punkte. Der Nasdaq Composite-Index sank um 1,7 % auf 2 177,50 Punkte.

"Es gibt kaum noch institutionelle Anleger und es wird wohl noch ein bis zwei Quartale mit erfüllten Prognosen brauchen, damit diese zurückkommen", schätzte ein Händler einer Frankfurter Großbank ein. Die Liquidität sei kaum mehr gegeben, sagte er. "Wenn sich das nicht schnell ändert, dann haben wir schon jetzt ein Sommerloch", erklärte ein anderer Börsianer.

Die Gewinnwarnungssaison in den USA, eine geringe Liquidität bei den Technologieaktien in Frankfurt und weiterhin ungeklärte Aussichten der US-Konjunktur belasten auch die hiesigen Wachstumswerte.

Die Aktien von Carrier 1 führten die Gewinnerliste an. Die Papiere stiegen um 3,25 % auf 5,71 ?. Unter hohen Umsätzen gaben die Anteilsscheine von Brokat ab. Die Aktien verloren 12,80 % auf 12,13 ?, nachdem das Unternehmen durch Abschreibungen die Hälfte seines Grundkapitals verloren hat.

Institutionelle Verkäufe drücken Senator-Kurs

Die Aktien des im Blue Chip-Index des Neuen Marktes Nemax 50 gelisteten Medienunternehmens Senator Entertainment sind am Montag nach Händlerangaben wegen eines großen institutionellen Verkäufers zeitweise um knapp zwölf Prozent auf 5,82 ? gefallen.

"Neue fundamentale Gründe gibt es für die Verkäufe nicht, aber die institutionelle Adresse sorgt für Abgabedruck", sagte ein Händler. Dementsprechend fielen die Umsätze mit mehr als 200 000 auf Xetra gehandelten Stücken überdurchschnittlich hoch aus.

Charttechnisch bewege sich die Aktie seit Mitte Dezember 2000 in einem sehr volatilen Korridor von über vier bis knapp 9,50 ?, sagte ein Händler. Momentan nähere sich die Aktie wieder dem unteren Bereich des Kanals. Senator fiel am Montag den fünften Handelstag in Folge. Am 29. Januar hatte das Papier mit 9,45 ? sein Jahreshoch markiert, nachdem es am 3. Januar auf ein Jahrestief von 4,30 ? gefallen war.

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