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Sensation im Sprint: Marion Jones verlor Nimbus der Unschlagbarkeit

In knapp elf Sekunden hat US-Superstar Marion Jones den Nimbus der Unschlagbarkeit verloren. Nach 54 Siegen in Folge erlitt die 25-jährige dreifache Olympiasiegerin im Endlauf der Leichtathletik-Weltmeisterschaft am Montag (Ortszeit) in Edmonton eine bittere Niederlage gegen die Ukrainerin Shanna Pintusewitsch- Block.

dpa EDMONTON. «Ich bin enttäuscht. Schließlich habe ich so viele Rennen gewonnen», sagte sie. Für ihre Rivalin, die mit der neuen Weltjahresbestzeit von 10,82 und drei hundertstel Sekunden Vorsprung gewann, war es die Revanche für die WM 1997 in Athen. Damals hatte Jones die Nase hauchdünn vorn gehabt. Dritte wurde die Griechin Ekaterini Thanou in 10,91.

«Es ist großartig. Ich bin total glücklich», jubelte die 29 Jahre alte neue Sprint-«Königin», die vor vier Jahren schon den WM-Titel über 200 m holte. Das Ungemach für Marion Jones kündigte sich schon im Halbfinale knapp zwei Stunden zuvor an, als Pintusewitsch-Block ihr das erste Mal um Haaresbreite - eine hundertstel Sekunde - davon gelaufen war. «Dass hat mir Selbstbewusstsein gegeben», meinte die Ukrainerin, die nach dem Final-Triumph die Arme hochriss, sich immer wieder auf die Laufbahn kniete und weinte.

Als faire Verliererin erwies sich Marion Jones, die sich hohe WM-Ziele gesteckt hatte. «Es ist Sport, da passiert so etwas manchmal», meinte sie, «Shanna machte ein gutes Rennen und war die bessere Sprinterin. Ich gratuliere ihr.» Jetzt wolle sie sich auf die 200 m konzentrieren, die am Mittwoch (Ortszeit) in Edmonton beginnen. «Die Niederlage wird mich motivieren», so Jones, die nach der Niederlage am 6. Juni 1997 in Tokio gegen die Jamaikanerin Merlene Ottey vier Jahre von Erfolg zu Erfolg rannte.

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