Sensationslust bei Schweizern und Kroaten geweckt
Außenseiter spucken große Töne

David lehnt sich gegen Goliath auf, und das hat nichts mehr mit Hoffnung zu tun. Durch Griechenlands durchschlagenden Überraschungserfolg finden auch die Schweizer und die Kroaten zu ganz neuem Selbstbewusstsein.

HB LEIRIA. Nach dem Unentschieden im Auftaktspiel in der Gruppe B spucken sie schon jetzt große Töne in Richtung England und Frankreich. "England ist keine Über-Mannschaft", meinte der eidgenössische Spielmacher Hakan Yakin vom Bundesligisten VfB Stuttgart vor der zweiten Partie am Donnerstag. Auch Kroatien will die Flinte keineswegs ins Korn werfen und setzt auf den Eröffnungsspiel-Effekt. "Wir haben mindestens noch 180 Minuten vor uns. Und was man erreichen kann, haben die Griechen gegen Portugal gezeigt", hofft Niko Kovac von Hertha BSC.

Die Schweiz schöpft ihre Zuversicht auf ein "Wunder von Coimbra" gegen David Beckham und Co. aus der Fleißarbeit gegen Kroatien, die durch die Gelb-Rote-Karte für Johann Vogel in der 50. Minute noch mühsamer wurde. "Wir haben mit zehn Mann das 0:0 über die Runden gebracht. Deshalb mache ich mir jetzt keine großen Gedanken", meinte der Ex-Gladbacher Torwart Jörg Stiel und fügte an: "Gegen die Engländer ist es nicht schwieriger Fußball zu spielen als gegen Kroatien." Das richtige Erfolgsrezept für Hakan Yakin, der von Spekulationen über seinen weiteren Verbleib nichts wissen wollte ("Das ist jetzt sekundär"), wäre Offensive: "Wenn wir das erste Tor schießen, dann geht der Knopf auf, da bin ich mir sicher."

Im Kreuzfeuer der Kritik stand nach der Partie der portugiesische Schiedsrichter Lucilio Batista, der neben Gelb-Rot für Vogel noch sieben weitere Gelbe Karten zeigte. Der 27-jährige Vogel hatte die zweite Verwarnung wegen Ballwegschlagens erhalten und schimpfte: "Würden alle Regelverstöße so geahndet, gäbe es pro Spiel 15 Rote Karten." Für nicht gerechtfertigt erachtete auch Stephane Chapuisat die Karten-Flut. "Die Hinausstellung von Vogel war zu hart, er hätte insgesamt mehr Fingerspitzengefühl zeigen müssen", sagte der frühere Dortmunder.

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