Sensoren im Geschirrspüler helfen beim Sparen von Wasser und Energie: Spülmaschinen schalten automatisch ab, wenn das Geschirr sauber ist

Sensoren im Geschirrspüler helfen beim Sparen von Wasser und Energie
Spülmaschinen schalten automatisch ab, wenn das Geschirr sauber ist

Sensoren sollen Spülmaschinen auf Sparkurs bringen: Nach Plänen der Entwicklungsabteilung der Elektromanufaktur Zangenstein Hanauer (emz) könnten Maschinen künftig automatisch abschalten, sobald das Geschirr so sauber ist, dass es glänzt.

HB DÜSSELDORF. "Das Besondere an der elektronischen Überwachungstechnik besteht vor allem darin, dass erstmals unterschiedliche Sensorsignale in ein System integriert werden", so emz-Geschäftsführer Thomas Hanauer. Die Firma aus dem bayerischen Nabburg entwickelt den multifunktionalen Sensor in Kooperation mit Spülmaschinenherstellern wie Miele oder Bosch-Siemens. Vorteil für die Hersteller: Sie müssen nur eine einzige elektronische Baugruppe einfügen, die dann sowohl den Verschmutzungsgrad des Wassers als auch die Temperatur sowie die Zufuhr von Wasser, Spülmittel und Salz überwacht.

Der Trübungssensor analysiert das Spülwasser mit Hilfe von Infrarotstrahlen. Das Messgerät entscheidet auf Grund des Verschmutzungsgrades, ob neues Frischwasser zugeführt werden muss. Zugleich überprüft ein Sensor das Geschirr und erklärt den Spülvorgang für beendet, sobald Teller, Töpfe und Tassen sauber sind.

Die Entwicklung wird von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt. Eine Untersuchung der DBU habe gezeigt, dass in rund 60 % der Reinigungsgänge ein vorzeitiger Abbruch des Standardprogramms möglich wäre, ohne dass Einbußen in Sauberkeit und Hygiene entstehen. Bei 20 Millionen Geräten und durchschnittlich 150 Spülvorgängen ergebe sich allein für Deutschland im Jahr ein Einsparpotenzial von 350 Megawattstunden, rechnet Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU.

In der laufenden einjährigen Prototyp-Phase muss das Messgerät nun beweisen, dass es in unterschiedlichen Gerätetypen mit unterschiedlichen Reinigungsprodukten stets zuverlässig funktioniert. DBU-Mann Fritz Brickwedde ist zuversichtlich: "Die Schwachstellen der bereits entwickelten Bauteile sind bekannt. Daher dürfte die Fehlerbehebung kein Problem sein." Auch externe Gutachter, so die DBU, bewerteten den Sensor und seine Marktrelevanz als sehr gut.

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