Sentix Marktradar
Eurozone fällt in der Gunst der Investoren zurück

Die Stimmung unter den Anlegern hellt sich auf. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Sentix. Besonders die USA und Japan werden deutlich besser beurteilt. Allerdings gibt es eine Ausnahme: In der Eurozone dominieren Sorgen um die Schuldenkrise.
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FRANKFURT. Erfreulicherweise bekommt das globale Wirtschaftswachstum weiteren Rückenwind aus Ländern, die bislang als wirtschaftlicher Bremsklotz galten. Sowohl der Sentix-Gesamtindex für Japan (+11,7 Punkte) als auch der Gesamtindex für die USA (+9,4 Punkte) können deutlich zulegen. Das ergibt die aktuelle Sentix-Befragung, an der sich 904 Investoren beteiligten.

Getragen von einer massiven Aufhellung in der Lagebeurteilung könne diese beiden Regionen die Seitwärtstendenz der bisherigen führenden Wirtschaftsregionen (Emerging Markets, Euroland) ausgleichen. Einen neuen Rekord gab es in den Dezember-Daten ebenfalls zu vermelden: Der Gesamtindex für Lateinamerika konnte sich auf ein neues Allzeithoch (33,15) vorarbeiten.

Die Privatanleger tragen insbesondere zu dieser Entwicklung bei und zeigen eine deutliche Präferenzverschiebung von Euroland nach USA und Japan. Diese Entwicklung kommt jedoch nicht von ungefähr. Noch im Vormonat konnten wir für Euroland ein Dreijahreshoch vermelden. Die Sorgen um die Solvenz europäischer Staaten quittieren die Anleger nun deutlich negativer für die Euroland-Konjunktur. Die Ansteckungsgefahr größerer Länder wie Spanien trieb in den vergangenen Wochen die Renditen deren Anleihen kräftig nach oben und verschlechtert die Finanzsituation in diesen Ländern.

Der Sentix-Gesamtindex für Euroland fällt um 4,3 Punkte, wobei gerade die aktuelle Lage mit einem Minus von 9 Punkten einen herben Dämpfer einstecken muss. Das Positive an den neuesten Zahlen für Euroland ist, dass sich die 6-Monatserwartungen von der Rückstufung nicht anstecken lassen und ihren Stand vom Vormonat sogar um 0,25 Punkte auf 6,75 Punkte ausbauen können. Der globale Wirtschaftsaufschwung gewinnt damit an Breite und dürfte mindestens in die Jahresmitte 2011 hineinreichen.

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