Seoul heimliche Zahlung an Nordkorea
100 Millionen Dollar für ein Gipfeltreffen

Südkorea hat unter dem früheren Präsidenten Kim Dae Jung heimlich 100 Millionen Dollar an Nordkorea für die Zusage zum ersten Nord-Süd-Gipfeltreffen vor drei Jahren gezahlt.

dpa SEOUL. Das sagte der Sonderermittler Song Doo Hwan am Mittwoch zum Abschluss einer 70 Tage dauernden Untersuchung, bei der es um einen Skandal um verdeckte Geldtransfers nach Pjöngjang durch den südkoreanischen Hyundai - Konzern ging. Die 100 Millionen Dollar, die die Regierung über Hyundai gesandt habe, seien der "politische Preis" für den Gipfel im Juni 2000 gewesen.

Insgesamt seien vor dem historischen Treffen 450 Millionen Dollar nach Pjöngjang geflossen, sagte Song. Das Geld von Hyundai diente laut Song den Investitionen des Unternehmens in Nordkorea. Südkoreanische Oppositionsabgeordnete hatten die damalige Regierung beschuldigt, sich Nordkoreas Teilnahme am Gipfel erkauft zu haben.

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