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September-Sitzung des IASB

Im Rahmen seiner September-Sitzung traf sich das IASB vom 17. bis 19. 9. 2003 in London. Hierzu ...

Im Rahmen seiner September-Sitzung traf sich das IASB vom 17. bis 19. 9. 2003 in London. Hierzu wird auf das offizielle Protokoll unter www.iasb.org.uk verwiesen. Die Ergebnisse der Oktober-Sitzung vom 20. bis 24. 10. 2003 in Toronto waren bei Redaktionsschluss noch nicht verfügbar.

  • Business Combinations - Phase I: Das Board bekräftigte seine bisherigen Entscheidungen bezüglich der Voraussetzungen für eine vom Goodwill getrennte Aktivierung akquirierter immaterieller Werte. Weiterhin wurden auf Basis der erhaltenen Stellungnahmen Anwendungsfragen sowie Probleme der erstmaligen Bewertung und Folgebehandlung derartiger Intangibles diskutiert.
  • Business Combinations - Phase II: Hier stand die sog. Full Goodwill Method der Kapitalkonsolidierung im Vordergrund. Erörtert wurde insbesondere, wie der Konsolidierungs-Goodwill und seine künftigen Wertminderungsbeträge auf Mehrheits- und Minderheitenanteile am Eigenkapital aufzuteilen sind. Daneben wurde die Bilanzierung immaterieller Werte diskutiert, die zwar noch nicht beim Erwerb, jedoch zu einem späteren Zeitpunkt einzeln identifizierbar sind.
  • Consolidation and Special Purpose Entities (SPEs): Das Board konkretisierte den "Control"-Gedanken als konzeptionelle Grundlage der Konsolidierungspflicht. Demnach hat ein Unternehmen Control über ein anderes Unternehmen, wenn es (1) dessen strategische Ausrichtung sowie Geschäfts- und Finanzpolitik bestimmen ("Power"-Kriterium), (2) sich den daraus entstehenden Nutzen sichern ("Benefit"-Kriterium) und (3) die Bestimmungsmacht zur Erhaltung und Steigerung dieses Nutzens einsetzen kann. Diese Kriterien gelten unabhängig von einer etwaigen Beteiligungshöhe.
  • Exploration and Evaluation Activities: Das Board bereitete die baldige Veröffentlichung eines Standardentwurfs vor, der die Anwendung der IFRS in der Rohstoffindustrie sowie spezielle Erleichterungsregeln zur Diskussion stellen soll.
  • Share-based Payment: Im Rahmen der Analyse der Stellungnahmen zu ED 2 diskutierte das Board weitere Einzelfragen. Der endgültige Standard wurde für das erste Quartal 2004 angekündigt.
  • Small and Medium-sized Entities (SME): Das Board beschloss, künftig spezielle Standards für kleine und mittelgroße Unternehmen (IASB SME Standards) zu entwickeln. Die Abgrenzung dieses Kreises soll allerdings nicht allein auf quantitativen Größenkriterien basieren, sondern auch etwa die Beanspruchung des Kapitalmarkts berücksichtigen. Nationale Gesetzgeber sollen über die Anwendbarkeit dieser Standards entscheiden.
  • Sonstiges: Des Weiteren befasste sich das Board mit den Projekten "Convergence", "Financial Instruments", "Improvements" und "Revenue Recognition".




Quelle: FINANZ BETRIEB, 30.10.2003

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