Serben errichten neue Straßensperren in Kosovska Mitrovica
UN geben Protesten gegen Steuer im Kosovo nicht nach

Ungeachtet heftiger Proteste hält die UN-Verwaltung im Kosovo an der Besteuerung von Waren aus Serbien fest. Die Einnahmen seien notwendig, um Projekte im Kosovo zu finanzieren, erklärten UN-Vertreter am Sonntag.

ap PRISTINA. Aus Protest gegen die Erhebung von Einfuhrsteuern errichteten Serben am Samstagabend in Kosovska Mitrovica neue Straßensperren. Auch in den vergangenen Tagen waren Straßen blockiert worden, um die UN-Mitarbeiter von den Grenzstationen fern zu halten.

UN-Sprecher Michael Keats erklärte, es werde nach anderen Möglichkeiten gesucht, die Mitarbeiter auf ihre Posten zu bringen. "Wir sind für die Verwaltung dieses Ortes zuständig, und wir werden keine Befehle annehmen", sagte er. Die UN haben nach Ansicht der Demonstranten nicht das Recht, Steuern auf Waren zu erheben, die aus dem übrigen Serbien eingeführt werden. Sie erklären auch, dass damit der Anschein einer Unabhängigkeit des Kosovos erweckt würde. Die UN-Vertreter betonen jedoch, es handele sich um Steuern, nicht um Zölle.

Nach dem tödlichen Bombenanschlag vom Mittwoch nahm die UN-Polizei am Freitag einen Verdächtigen fest. In einer Erklärung der Polizei hieß es, bei der Explosion vor einem jugoslawischen Verwaltungsgebäude habe nicht der volle Sprengsatz von zehn Kilogramm gezündet. Sonst wäre der Schaden weitaus größer gewesen. Bei dem Anschlag war ein Serbe getötet worden, vier Personen erlitten Verletzungen.

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