Serbien-Montenegro nach der zweiten Vorrunden-Niederlage vor dem Aus
US-Boys zeigen endlich ihr freundliches Gesicht

Basketball-Zaubereien statt Fehlwurf-Festival - Amerikas hochbezahlten NBA-Profis haben in Athen offenbar endlich den Dreg bekommen. Gegen die starken Australier fuhren die US-Boys nicht nur einen Sieg ein, sondern wussten auch mit Slam-Dunks und anderen Kabinettstücken zu glänzen.

HB ATHEN. "Das wichtigste war, dass wir den Ball unter den Korb gebracht haben. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass wir gut gespielt haben", freute sich US-Trainer Larry Brown über den zweiten Erfolg im dritten Spiel.

Die wahre Bewährungsprobe für das so genannte "Dream-Team IV" steht am Samstag im vorletzten Gruppenspiel gegen Europameister Litauen auf dem Olympia-Programm. "Wir werden von Spiel zu Spiel besser. Ich fühle, dass wir Gold gewinnen können. Wir werden zeigen, dass wir die Besten der Welt sind", sagte LeBron James von den Cleveland Cavaliers. Die NBA-Superstars Allen Iverson (16) von den Philadelphia 76ers, Shawn Marion von den Phönix Suns und Kapitän Tim Duncan von den San Antonio Spurs (18) waren zwei Tage nach dem hart erkämpften Erfolg gegen Gastgeber Griechenland die besten US-Werfer.

Während der zwölfmalige Olympiasieger in Athen seine Form zu finden scheint, steht Serbien-Montenegro nach der zweiten Vorrunden-Niederlage vor dem Aus. Vier Tage nach dem 82:83 gegen Vize-Weltmeister Argentinien verlor der Weltmeister durch eine höchst umstrittene Schiedsrichterentscheidung mit 87:90 gegen den WM-Vierten Neuseeland. "Das war ein unglaublicher Pfiff, ein Geschenk", schimpfte Trainer Zelimir Obradovic über ein Offensivfoul ohne Ball gegen Milos Vucovic beim Stand von 87:88. Spanien feierte beim 71:63 über Italien den dritten Sieg in Gruppe A und übernahm die Tabellenspitze.

Im ersten Spiel des Tages in der Gruppe B standen die Amerikaner lange Zeit scheinbar lustlos auf dem Parkett. Nach den vielen Fehlwürfen in den Spielen gegen Puerto Rico (73:92) und gegen Griechenland (77:71) versuchten sie ihr Glück diesmal kaum aus der Distanz, spielten immer wieder in die Zone. Doch der dreimalige Olympia-Vierte (1988/1996/2000) verteidigte geschickt und ließ den NBA-Profis kaum Raum. Im dritten Viertel glänzten die US-Boy dann urplötzlich mit Slam-Dunks, doch die "Boomers" blieben vorne. Erst als die US-Spieler auch in der Defensive mit ganzem Herzen bei der Sache waren, brach die Gegenwehr der "Basketball-Kängurus" zusammen.

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