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Serbien

[NOHYPHEN]Erneuerungsbewegung von Vuk Draskovic schert aus der Einheitsfront aus Serbiens Opposition zeigt sich wieder einmal uneinig Serbiens Opposition ist nur 50 Tage vor den Schicksalswahlen dabei, die Chancen auf einen Sieg gegen Jugoslawiens amtierenden Präsidenten Slobodan Milosevic zu verspielen. [] HANDELSBLATT, 8.8.2000 si BELGRAD. Die Stimmen der serbischen Regimegegner könnten sich bei den Präsidentenwahlen in Jugoslawien am 24. September auf bis zu drei Kandidaten zersplittern. Die oppositionelle "Allianz für den Wechsel" will am 24. September mit [NAMEN]Vojislav Kostunica []gegen den amtierenden Präsidenten [NAMEN]Slobodan Milosevic[] antreten. Die 15 im Bündnis versammelten Oppositionsparteien einigten sich am Montag in Belgrad formell auf die Kandidatur des 56jährigen. Der serbische Nationalist soll auch im "patriotischen Lager" Stimmen holen. Kostunica, bisher politische Randfigur und als Politiker eher farblos, gilt als kleinster gemeinsamer Nenner innerhalb der heterogenen Allianz. Vor der formellen Einigung war am Mittag ein Ultimatum an die Serbische Erneuerungsbewegung (SPO) von [NAMEN]Vuk Draskovic[] ungenutzt verstrichen. Draskovic war aufgefordert worden, die Nominierung eines eigenen Kandidaten für die Wahl des Jugoslawischen Präsidenten am 24. September noch einmal zu überdenken. [ZWITEL_2Z]Slobodan Milosevic ist der lachende Vierte []Die SPO hatte am Sonntag den Belgrader Bürgermeister [NAMEN]Vojislav Mihailovic[] ins Rennen geschickt und damit alle anderen Oppositionsparteien vorerst einmal überrumpelt. Die "Allianz für den Wechsel" hatte bis zuletzt darauf gehofft, dass die SPO auf einen eigenen Kandidaten verzichten und Kostunica unterstützen würde. Der jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic werde vom Alleingang der SPO am meisten profitieren, betonte [NAMEN]Srbobran Brankovic,[] Direktor eines unabhängigen Belgrader Meinungsforschungsinstituts: "Damit wird ein Referendum für oder gegen Milosevic verhindert". Statt eines Einheitskandidaten der Opposition wird sich der amtierende Präsident damit möglicherweise bis zu drei Gegnern gegenüber sehen, die Stimmen der Regimegegner dürften sich auf drei Kandidaten zersplittern. Denn neben der SPO und der Allianz wollen auch die Radikalen (SRS) von Vojislav Seselj einen Kandidaten aufstellen. Seselj ist zwar Koalitionspartner der Sozialisten, seine Partei kann aber traditionell auch auf Stimmen von Milosevic-Gegnern zählen. Die SPO drehte am Sonntag den Spieß um und verlangte ihrerseits Unterstützung für ihren Kandidaten. Auch bei den Lokalwahlen, die parallel zu den Präsidenten- und Bundeswahlen geplant sind, will die Partei von Draskovic die Vorarbeit der Opposition torpedieren. Die Allianz ist bereit, der SPO 30

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