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Serena Williams vor Halbfinaleinzug

Für die viel gepriesene russische Tennis-Armada gab es auch am zweiten Spieltag der WTA-Weltmeisterschaft gegen den „Rest der Welt“ nichts zu gewinnen.

dpa LOS ANGELES. Für die viel gepriesene russische Tennis-Armada gab es auch am zweiten Spieltag der WTA-Weltmeisterschaft gegen den "Rest der Welt" nichts zu gewinnen.

Serena Williams (8) fügte in Los Angeles der Weltranglisten-Fünften Elena Dementjewa mit 7:6 (7:3), 7:5 die zweite Niederlage zu und steht nach zwei Siegen als Spitzenreiterin der Roten Gruppe vor dem Einzug ins Halbfinale. Die jüngere Williams-Schwester trifft im letzten Vorrundenduell am Samstag auf die zweite Amerikanerin im Feld der acht besten Spielerinnen der Saison, Lindsay Davenport (1), die bislang einmal erfolgreich war.

Ihre zweite Schlappe bei den mit drei Mill. Dollar dotierten WTA-Championships musste auch die bitterlich weinende Moskauerin Wera Swonarewa (9) in der Schwarzen Gruppe hinnehmen. Die 20-Jährige besitzt damit ebenso wie Dementjewa nur noch eine Minimalchance zum Erreichen des Semifinals. Swonarewa unterlag der überragenden Weltranglisten-Zweiten Amelie Mauresmo (Frankreich) nach 54 Minuten mit 1:6, 0:6. Wimbledon-Gewinnerin Maria Scharapowa (6) siegte im zweiten Vergleich dieser Gruppe gegen US-Open-Champion Swetlana Kusnezowa (4) mit 6:1, 6:4. Die Russinnen, die insgesamt zu Fünft beim Saisonfinale vertreten sind, haben jeweils einmal gewonnen.

So wie am Vortag beim Erfolg über French-Open-Siegerin Anastasia Myskina (Russland/3) war Lokalmatadorin Serena Williams erneut die umjubelte Spielerin des Abends. Mit ihrem Break im zweiten Satz zum 6:5 hatte die Weltmeisterin von 2001 die Vorentscheidung für ihren hart erkämpften vierten Erfolg im vierten Aufeinandertreffen gegen Dementjewa eingeleitet. "Das war wieder ein verdammt schweres Match. Heute habe ich mich jedoch besser gefühlt als gestern und mit einigen Volleys die entscheidenden Punkte gemacht", befand Williams, die diesmal in einem knallgelben Faltenröckchen und einem ärmellosen, weißen Shirt vor über 8 000 Zuschauern im Staples Center aufschlug.

Weitaus leichter meisterte Mauresmo ihre Auftaktaufgabe. Die Gewinnerin der beiden letzten WTA-Turniere in Philadelphia und Linz blieb im neunten Spiel hintereinander ungeschlagen und unterstrich mit ihrer brillanten Vorstellung gegen Swonarewa ihre Ambitionen, wieder die Nummer eins werden zu wollen. Nach den US Open hatte sich die 25-Jährige als erste ihres Landes an die Weltranglistenspitze gesetzt und diese fünf Wochen behauptet, ehe sie wegen Verletzung Lindsay Davenport den Vortritt lassen musste. Sollte die Olympiasiegerin von 1996 am Montag im Finale stehen, würde sich Mauresmos Traum von der zweiten Inthronisierung als weltbeste Spielerin für dieses Jahr zerschlagen.

"Ich fühlte mich unheimlich erleichtert, als ich den großen Schritt zur Nummer eins vollzogen hatte. Seitdem spiele ich mit viel mehr Selbstvertrauen. Ich möchte dorthin zurück, doch das ist jetzt wesentlich schwieriger", sagte Mauresmo, die in der Schweiz lebt. Ihr Ziel verfolgt die vor zwölf Monaten der Belgierin Kim Clijsters im WM-Finale unterlegene Rechtshänderin jedoch ohne große Besessenheit: "Diesmal gehe ich mein Vorhaben viel entspannter an."

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