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Serie der Gewinnwarnungen setzt sich fort

Die Wall Street eröffnet leichter. Nach der gestrigen Vorfreude auf die baldige Ernennung eines neuen Präsidenten verlieren die Börsianer langsam die Geduld. Eine Reihe von Gewinnwarnungen belastet die Märkte zusätzlich. Anleger lösen einen Teil ihrer gestrigen Gewinne ein.

Wenn das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten urteilt, dass die Nachzählungen in Florida nicht rechtsgültig sind, siegt der Republikaner George W. Bush. Doch bis das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten darüber entschieden hat, wird es wohl länger dauern, als ursprünglich erwartet. Die Vorfreude auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs ist daher gedämpft. Zumindest gibt es keinen Impuls für den Markt.



Den Chipsektor belasten am Morgen die Gewinnwarnungen von Advanced Micro Devices, Dallas Semiconductor und Microchip Technology. Nachdem vergangenen Woche bereits Intel, der größte Chiphersteller der Welt, die Anleger auf enttäuschende Quartalzahlen vorbereitete, sind die Anleger nicht all zu überrascht. Wie bereits Intel kann auch heute Advanced Micro Devices trotz schlechter Nachrichten leicht an Wert zulegen. Negative Ereignisse seien momentan bereits im Kurs enthalten, so die Analysten.



Advanced Mirco Devices kann sein Geschäftsergebnis im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal ebenso wie Intel, Dallas Semiconductor und Microchip Technology voraussichtlich nicht steigern. Die Aktie von Texas Instruments, dem größten Hersteller von Chips für den Mobiltelefonsektor, verliert ebenfalls.



Auch Eastman Kodak warnt vor schlechten Geschäftstzahlen. Der Fotokonzern prognostiziert ein geringeres Geschäftsergebnis für das vierte Quartal und das folgende Geschäftsjahr. Belastend wirken sich durch das digitale Geschäft eine geringere Nachfrage nach Filmen aus. Auch bei den Aussichten schraubt das Management die Erwartungen zurück. Die abkühlende Konjunktur könnte das zukünftige Ergebnis belasten. Bereits im Oktober hat der Konzern die Anleger gewarnt. Heute hält Eastman Kodak eine Analystenkonferenz ab. Die Aktie verliert in den frühen Handelsstunden.



Auch Doubleclick wird das gesteckte Umsatzziele im vierten Quartal nicht erreichen. Die größte US-Onlinewerbeagentur reduziert die Umsatzprognose auf 126 bis 129 Millionen Dollar. Im Vergleich zum Vorquartal wären die Einnahmen damit um rund sieben Prozent zurück gegangen. Die Budgets der Unternehmen für Onlinewerbung und Onlineanzeigen schrumpfen. Das bekommt auch DoubleClick in der Kasse zu spüren. Die rückläufige Entwicklung der Werbeausgaben der Unternehmen belastete bereits in den vergangenen Wochen die Aktien des Unterhaltungssektors als auch der Internetunternehmen wie Yahoo und Amazon. DoubleClicks Management hält jedoch weiterhin tapfer an der Prognose fest, Ende 2001 die Gewinnzone erreicht zu haben. Die Aktie legt rund zehn Prozent an Wert zu.



Das Weihnachtsgeschäft ist zwar noch nicht vorbei, doch bislang verlief es sehr schwach. Der Einzelhändler Wal-Mart und die Kaufhauskette Sears sind mit ihren Verkaufszahlen im Dezember nicht zufrieden. Hoffnung setzen die Ketten nun auf das letzte Wochenende vor Weihnachten. Doch vorerst rutschen die Aktien ins Minus.

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