Serienstraftäter
"Mehmet" droht bei Rückkehr Verfahren

Der jugendliche Serienstraftäter "Mehmet" soll im Falle seiner Rückkehr nach Deutschland wieder vor Gericht gestellt werden.

dpa MÜNCHEN. "Wir werden bei der Jugendkammer Antrag auf Wiederaufnahme des ausgesetzten Strafverfahrens stellen", sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Freitag in München. Die Tat sei nicht verjährt. Bei einer Rückkehr drohe "Mehmet" aber keine sofortige Festnahme, da weder Flucht- noch Wiederholungsgefahr bestehe, hieß es.

Am Donnerstag hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) die vor drei Jahren durchgesetzte Abschiebung des Jugendlichen für rechtswidrig erklärt. "Mehmet" hatte im Juli 1998 zusammen mit drei Komplizen einen Schüler zusammengeschlagen und beraubt. Im Oktober 1998 verurteilte das Amtsgericht München den damals 14-Jährigen zu einem Jahr Jugendhaft ohne Bewährung. Beide Seiten legten gegen das Urteil Berufung ein. Nach "Mehmets" Abschiebung hatte die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt.

Der Münchner CSU-Oberbürgermeisterkandidat Hans Podiuk zeigte sich "erschüttert über dieses Urteil". Es sei nicht erwiesen, dass "Mehmet" nun weniger aggressiv sei als vor seiner Abschiebung.

Der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) und die Stadt München hatten am Donnerstag Rechtsmittel gegen das Urteil angekündigt.

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