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Serono sieht 2002 beschleunigtes Gewinnwachstum

Der Biotechnologiekonzern Serono hat im Jahr 2001 dank des stark anziehenden Absatzes seines Multiple Sklerose-Medikaments Rebif die Verkaufserlöse um 8,9 % auf 1,249 Mrd. Dollar gesteigert. Der Gewinn verbesserte sich laut Angaben vom Mittwoch um 5,2 % auf 316,7 Mill. Dollar.

rtr GENF. Der Gewinn lag im Rahmen der Konsensusschätzungen von 318 Mill. Dollar, verfehlte aber das von Serono selbst in Aussicht gestellte Wachstum von sechs bis acht Prozent. In lokalen Währungen resultierte ein Verkaufsplus von 15,0 %.

In Jahr 2002 rechnet Serono laut Finanzchef Jacques Theurillat weiter mit 15 % Umsatz- und Gewinnwachstum. "Unser Annahmen sind konservativ. Wir sehen weiterhin 15 % Umsatzwachstum - ohne Rebif-Verkäufe (in den USA)," sagte Theurillat zu Reuters. "Unser Gewinnziel von 15 % berücksichtigt keine Verkäufe von Rebif aber die Marketingaufwendungen dafür," sagte er weiter.

Serono rechnet den Angaben zufolge mit einer Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA zu Rebif im März und damit früher als bisher angenommen. Ein Entscheid der FDA im Sinne von Serono würde Rebif den wichtigen US-Markt eröffnen, wo das Konkurrenzprodukt Avonex des Herstellers Biogen noch bis Mai 2003 den Exklusivstatus als "Orphan Drug" geniesst. Das hat die Rebif-Zulassung in den USA bisher verhindert. Sonst ist das Mittel praktisch überall auf der Welt zugelassen.

An der Börse stiegen die Serono-Aktien zeitweise um 6,4 % und notierten gegen 11.20 Uhr noch um 4,4 % fester bei 1287 sfr. Der DJ StoxxHealthcare-Index war 0,5 % fester. Analysten zufolge enthielt der Ergebnisausweis wenig Überraschendes. Die Neuigkeiten zu Rebif wurden hingegen begrüsst. Die Bank Bär stufte Serono deswegen auf "hold" von "reduce" hinauf.

2001 stiegen die Rebif-Verkäufe um 54,1 % in lokalen Währungen auf 379,6 Mill. Dollar. Im vierten Quartal verdrängte das Präparat mit einem Umsatzanteil von 32,6 % das Fruchtbarkeitsmedikament Gonal-F, das auf 32,4 % kam, als meistverkauftes Produkt von Serono. Im Gesamtjahr blieb Gonal-F mit 32,9 % umsatzstärkstes Medikament vor Rebif mit 30,4 %.

Ohne US-Verkäufe rechnet Finanzchef Theurillat bei Rebif 2002 mit 35 % Wachstum. Welchen Umsatz eine US-Lancierung von Rebif bringen könnte, wollte er nicht sagen. Serono plant, im laufenden Jahr die Marketingaufwendungen für den Marktstart von Rebif auf 60 Mill. Dollar zu verdoppeln.

Julius Bär-Analystin Denise Anderson erwartet im Fall einer Zulassung keine grossen US-Verkäufe von Rebif in 2002. "Es ist mehr eine Stimmungssache - deshalb stufen wir Serono auch nicht auf 'buy'," sagte sie.

Laut Karl-Heinz Koch von Credit Agricole Indosuez Chevreux könnte ein US-Start des MS-Medikaments einen bedeutenden Einfluss auf das Serono-Ergebnis 2002 haben: "Die 15 % (Gewinnwachstum) könnten auf 20 % steigen".

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, stieg das operative Ergebnis 2001 um 4,9 % auf 337,7 Mill. Dollar. der Umsatz inklusive Lizenzgebühren erhöhte sich um 11,0 % auf 1,376 Mrd. Dollar. Im vierten Quartal allein erzielte Serono ein Verkaufsplus in lokalen Währungen von 17,1 % auf 338,4 Mill. Dollar.

Serono will den Angaben zufolge die Dividende für 2001 auf 6,25 (Vorjahr 6,00) sfr je Aktie erhöhen.

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