Service-Gruppe wächst stärker als geplant
Techem-Großaktionär BC Partners will alle Anteile veräußern

shf FRANKFURT/M. Der bisherige Großaktionär der Techem AG, die Hamburger BC Partners Fonds, wird sich voraussichtlich komplett von dem Frankfurter Service-Unternehmen für die Energiekostenabrechnung verabschieden. Der Finanzinvestor hatte bereits beim Techem-Börsengang im vergangenen Februar einen Teil seiner einstigen Mehrheitsbeteiligung abgegeben und hält bisher noch 33 %. Im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Deutschland will er nun seine restlichen 8,1 Mill. Aktien veräußern. Der Emissionspreis soll im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens vom 5. bis 15. Februar ermittelt werden.

Die Techem-Aktie gehörte 2000 mit einem Kursplus von rund 70 % zu den stärksten Werten im MDax, hatte nach Bekanntwerden der Platzierungs-Pläne vor kurzem aber wieder 15 % verloren. Gestern legte sie um 1 % auf knapp 30 Euro zu. Rund 40 % des Techem-Kapitals befinden sich bereits in Streubesitz, ein Viertel hält die Gründerfamilie

Im Vorfeld der geplanten Zweitplatzierung präsentierte der Vorstand gestern seine Geschäftszahlen: Im Geschäftsjahr 1999/2000 (30.9.) steigerte der Konzern seinen Umsatz um 9 % auf 631 Mill. DM und den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 13 % auf 84 Mill. DM. Bereinigt um Sonderbelastungen, legte das Betriebsergebnis nach Unternehmensangaben um 22 % zu. Die Prognosen wurden damit leicht übertroffen. Der Nettogewinn verdreifachte sich sogar auf knapp 36 Mill. DM, profitierte dabei aber von einer Gewerbesteuer-Rückzahlung von 20 Mill. DM. Für das laufende Geschäftsjahr stellte Firmenchef Dieter Dannheimer ein Umsatzplus von mindestens 8 % und ein Ebit-Wachstum von rund 15 % in Aussicht.

Techem bezieht den Löwenanteil ihrer Erlöse aus dem Abrechnungs-Service und der Vermietung von Meßgeräten. Neue Wachstumsfelder will sich die Gruppe durch Serviceleistungen "rund um die Energieversorgung", in der Hausautomation sowie im Ausland erschließen. Den Cash-Flow von 102 Mill. DM investierte man daher 2000 komplett in die Expansion, während der Zufluss aus dem Börsengang zur Rückführung der Nettoverschuldung auf 560 Mill. DM (656 Mill. DM) genutzt wurde. Das entspricht zwei Dritteln der Bilanzsumme.

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