Service Provider will sich auf Geschäftskunden konzentrieren
Hutchison Telecom geht Ende April an Mobilcom

Der Mobilfunk Serviceprovider Hutchison Telecom GmbH, Münster, will sich künftig unter dem Dach der Mobilcom AG auf Geschäftskunden und Vieltelefonierer konzentrieren. Das sagte Hutchison-Chef Ralf-Peter Simon dem Handelsblatt. Er erwartet, dass die Hutchison-Muttergesellschaft Orange und Mobilcom bis Ende des Monats die Verhandlungen über sein Unternehmen abschließen werden.

BERLIN. Die France-Télécom-Tochter Orange ist heute mit 28,5 % an Mobilcom beteiligt; Hutchison gehört Orange zu 100 %. Orange soll für Hutchison zunächst stimmrechtslose Mobilcom-Aktien erhalten. Damit bleibt Mobilcom-Chef Gerhard Schmid für die nächsten zwei Jahre größter Aktionär des von ihm gegründeten Unternehmens und verantwortlich für alle France-Télécom-Aktivitäten in Deutschland.

Nach dieser Frist können die Franzosen Schmids Anteile übernehmen. Wie im Umfeld der Unternehmen zu hören ist, bestehen die Franzosen nicht länger darauf, ihre europäische Mobilfunkmarke Orange so schnell wie möglich in Deutschland einzuführen, so dass die bisherigen Marken Mobilcom und Hutchison voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren erhalten bleiben.

In der Übergangsfrist sieht auch Orange Vorteile: Das Unternehmen muss die seit der UMTS-Auktion hoch verschuldete Mobilcom nicht sofort in ihre Bilanz aufnehmen.

Nach Angaben von Hutchison-Chef Simon unterstützt Orange sein Ziel, dass Hutchison, ein Unternehmen mit 630 Mitarbeitern und 540 Mill. DM Umsatz in 2000, auch unter dem Dach von Mobilcom ein hohes Maß an Eigenständigkeit behält. So könne Hutchison das auf den Massenmarkt ausgerichtete Geschäft von Mobilcom am besten ergänzen, meint Simon. Sein Unternehmen verfolge seit zwei Jahren die Strategie, Mobilfunkservices für Geschäftskunden und Vieltelefonierer durch Multimedia-Angebote auszuweiten.

Die ersten neuen Dienste stellt Hutchison heute vor. "Hutch Net" bietet den Großhändlern und Industrieunternehmen mobil vernetzte Internetportale, die Außendienst-Mitarbeitern den Zugriff auf zentrale Firmendaten ermöglichen. Privatkunden sollen sich mit "Hutch Hipe" Internet-Communities selber basteln und E-Mail- sowie SMS-Dienste nutzen können.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin
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