Set-Top-Box-Hersteller sieht keine kurzfristigen Erfolge
Metabox fährt den Verkauf über den Handel zurück

Der Set-Top-Boxen-Anbieter Metabox will mit einer stärker auf Kabelnetzbetreiber ausgerichteten Strategie aus der Krise kommen.

HB KÖLN. Vertriebsleiter Karl Hallmann sagte Handelsblatt.com: "Der Vertriebsweg war ein großes Problem." Das neueste Modell, das über eine Festplatte und ein DVD-Laufwerk verfügt, soll daher vor allem im Projektgeschäft verkauft werden. Da eine Set-Top-Box ein "beratungsintensives Produkt" sei, habe der Einzelhandel nur geringe Stückzahlen verkaufen können; der Markt für derartige Geräte sei noch nicht sehr weit entwickelt. Zugleich sei die Box bei den derzeitigen Internetnutzern nicht auf die erhoffte Resonanz gestoßen. "Die Zielgruppe, die das Internet nutzt, versteht es auch sehr gut, mit dem Computer umzugehen."

Mit der zunehmenden Popularität des World Wide Web steige aber der Anteil der technisch eher unbedarften Interessenten, denen es eher um einfache Bedienbarkeit gehe, sagte Hallmann. In diesem Segment sehe Metabox Potenzial. Hallmann räumte ein, dass die Ermittlungen gegen Metabox zu einer "sehr unbefriedigenden Situation" geführt hätten. "Unser Image ist sicherlich nicht dazu angetan, Vertragsabschlüsse zu vereinfachen." Auch werde es noch einige Zeit dauern, bis sich schnelle Kabelmodems durchgesetzt hätten. Metabox setze darauf, von einer flächendeckenden Verbreitung der Breitbanddienste zu profitieren. "Die einzige Möglichkeit für ein tragfähiges Geschäftsmodell liegt in interaktiven Diensten." Befürchtungen, die Anleger könnten den langen Weg zu Vertragsabschlüssen nicht mehr mit Metabox teilen wollen, hegt Hallmann nicht. "Es ist den Investoren bewusst, dass es nicht so euphorisch voran geht, wie man das mal gedacht hat."

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