Sete Gibernau auf Platz zwei
Vierter Saisonsieg für Yamaha-Pilot Rossi

Valentino Rossi hat den 6. Lauf der Motorrad-WM in der Königsklasse für sich entschieden. Der Italiener verwies nach einem spannenden Finish Sete Gibernau auf Platz zwei.

HB BERLIN. Der Italiener Valentino Rossi hat am Samstag den 6. Lauf zur Motorrad-Weltmeisterschaft im niederländischen Assen für sich entschieden. In der MotoGP-Klasse setzte sich der Yamaha-Pilot nach 38:11,831 Minuten vor dem Spanier Sete Gibernau (Honda/0,456 Sekunden zurück) durch. Dritter wurde Marco Melandri auf Yamaha mit einem Rückstand von 9,909 Sekunden.

Der Deutsche Alexander Hofmann auf Kawasaki fuhr mit einem Rückstand von über 41 Sekunden auf den 13. Rang. Für Weltmeister Rossi war es bereits der dritte Sieg in Folge und der vierte der Saison.

Rossi lieferte sich vor über 90.000 begeisterten Zuschauern ein faszinierendes Finish mit Gibernau, den er auf der letzten Runde den sicher geglaubten Sieg noch durch ein gekonntes Überholmanöver in einer Kurve streitig machen konnte. Die WM-Führung führt Rossi nun mit 126 Zählern vor dem punktgleichen Gibernau an. «Sete ist großartig gefahren, es war ein großartiger Kampf mit ihm», sagte Rossi. Enttäuscht war indes Gibernau. «Es hat für uns nicht gereicht, wir müssen weiter an uns arbeiten. Gratulation an Rossi für den Sieg», sagte der Spanier.

Steve Jenkner war zuvor in der 125 ccm-Klasse auf den fünften Platz gefahren. Der Aprilia-Pilot aus Hohenstein-Ernstthal, der bei der Dutch TT im vorigen Jahr seinen einzigen Grand-Prix-Sieg gefeiert hatte, kam am Samstag nach 17 Runden mit 3,8 Sekunden Rückstand auf Sieger Jorge Lorenzo aus Spanien ins Ziel. Derbi-Pilot Lorenzo setzte sich knapp gegen den Italiener Roberto Locatelli (Aprilia) und den Australier Casey Stoner (KTM) durch.

Der Berliner Dario Giusepetti ist mit seiner Honda in der letzten Kurve gestürzt. Rang fünf bedeutete für Jenkner einen kleinen Aufwärtstrend nach den vorangegangenen Platzierungen zehn, sieben und zwölf in den letzten Rennen in Le Mans, Mugello und Barcelona. In der WM-Wertung fiel Jenkner mit jetzt 58 Punkten hinter Lorenzo auf den siebten Rang zurück. Spitzenreiter ist der Italiener Andrea Dovizioso auf Honda, der Vierter wurde mit 109 Punkten vor Locatelli (93).

Einen souveränen Erfolg feierte in der 250 ccm-Klasse der Argentinier Sebastian Porto. Der Aprilia-Pilot verwies nach 37:26,576 Minuten die beiden Spanier Daniel Pedrosa (Honda/2,566 Sekunden zurück) und Toni Elias (Honda/4,038) auf die Plätze zwei und drei. Vierter wurde mit einem Rückstand von 8,024 Sekunden der französische Aprilia-Pilot Randy de Puniet.

«Es war ein sehr schöner Tag für mich, es war ein fantastischer Sieg. Das Motorrad lief sehr gut. Jetzt muss ich so weiterfahren, um am Ende Weltmeister zu werden», sagte Porto. Daniel Pedrosa hatte bereits vor dem Rennen Probleme mit seiner Maschine, wie er sagte. Die Einstellung seiner Maschine stimmte nicht. «Entsprechend habe ich einen schlechten Start erwischt. Deshalb musste ich in den ersten Runden auch sehr schnell fahren, um die anderen einzuholen, doch Sebastian Porto war dann doch zu schnell», so Pedrosa.

Klaus Nöhles aus Nettetal kam bei seinem Comeback auf seiner Honda auf den 21. Platz, Dirk Heidolf aus Hohenstein-Ernstthal fehlte wegen einer Verletzung.

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