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Shell-Hauptversammlung beginnt mit EntschuldigungDPA-Datum: 2004-06-28 13:18:53

LONDON/DEN HAAG (dpa-AFX) - In London und Den Haag haben am Montag die beiden Hauptversammlungen des angeschlagenen britisch- niederländischen Ölkonzerns Royal Dutch/Shell < RDA.ASX > < ROY.FSE > < SHEL.ISE > < SHE1.FSE > begonnen. Der Vorstand entschuldigte sich bei den Aktionären dafür, dass das Unternehmen die Ölreserven um ein Viertel zu hoch eingeschätzt hatte. Die Fehlkalkulation hatte einen Einbruch des Aktienkurses, den Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Sir Philip Watts und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Folge.

LONDON/DEN HAAG (dpa-AFX) - In London und Den Haag haben am Montag die beiden Hauptversammlungen des angeschlagenen britisch- niederländischen Ölkonzerns Royal Dutch/Shell < RDA.ASX > < ROY.FSE > < SHEL.ISE > < SHE1.FSE > begonnen. Der Vorstand entschuldigte sich bei den Aktionären dafür, dass das Unternehmen die Ölreserven um ein Viertel zu hoch eingeschätzt hatte. Die Fehlkalkulation hatte einen Einbruch des Aktienkurses, den Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Sir Philip Watts und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Folge.

Sowohl in London als auch in Den Haag hatte der Vorstand harsche Kritik zu erwarten. Mehrere Großaktionäre hatten vorher bereits verlangt, der geplante Vorstandsbericht zu einer möglichen Reform der Unternehmensstruktur müsse früher vorgelegt werden als erst im November. Außerdem forderten sie eine Zusammenlegung der komplizierten Doppelspitze. Union Investment, die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken in Frankfurt/Main, kündigte in einer Erklärung an, sie werde gegen die Entlastung des Vorstands stimmen. Es bestehe der Verdacht, "dass die ungünstigen Daten zu den Reserven bereits seit dem Jahr 2002 bekannt waren und den Aktionären nicht mitgeteilt wurden", teilte Union Investment mit.

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