Show wird frühzeitig eingestellt
RTL 2 setzt Big Diet auf Nulldiät

Die mit großem Aufwand gestartete Abspeck-Show "Big Diet" wird nach 64 Tagen vorzeitig abgesetzt. Der Münchner Privatsender RTL 2, der im Vorjahr mit "Big Brother" für Furore sorgte, muss einen weiteren Flop verkraften.

afp/dpa MÜNCHEN. Als Grund für die Einstellung gab RTL2 am Donnerstag an, dass schon jetzt fast alle Kandidaten ihr Zielgewicht erreicht hätten. In der Finalsendung am 29. Juli sollen demnach die zwei Gewinner ihre abgespeckten Pfunde in Gold aufgewogen bekommen. Den Gewinn dürfen sie behalten, wenn sie ihr Idealgewicht bis zum Jahresende halten. RTL2-Geschäftsführer Josef Andorfer will die Sendung auch weiterhin als Erfolg verkaufen: "Big Diet" hat bewiesen, dass mit gutem Willen und professioneller Unterstützung beeindruckende Ergebnisse erreicht werden können."

Ernährungswissenschaftler kritisierten die von TV-Kameras rund um die Uhr überwachte Diät allerdings als ungesund und warnten vor schweren Gesundheitsschäden durch zu schnelles Abnehmen. Auch bei der Moderation gab es heftigen Streit. Nach Auseinandersetzungen über das Konzept und aus Frust über die niedrige Quote gab Magarethe Schreinemakers vorzeitig auf. Ihre Nachfolgerin Jenny Elvers konnte "Big Diet" ebenfalls nicht zum erhofften Quoten-Hit des zuvor mit "Big Brother" erfolgreichen Senders machen.

Misserfolg von Anfang an

Das Ende von "Big Diet" kam auf Raten: Bereits Anfang Juni beschloss der durch "Big Brother" bekannt gewordene Münchner Privatsender, dass von der Show nur noch vier statt sieben Ausgaben pro Woche gesendet werden. Zugleich wurden die Werbepreise gesenkt.

Im Schnitt sahen die Show nach Angaben des Senders rund 800 000 Zuschauer (4,8 Prozent). In der Zielgruppe - dort hatte RTL II zu Beginn der Show mit einem Anteil von 15 Prozent gerechnet - waren es 4,7 Prozent.

Beim Programm hat RTL 2 in diesem Jahr Probleme

Für RTL 2, das mit der Containershow "Big Brother" den TV-Hit des vergangenen Jahres landete, ist "Big Diet" ein weiterer Flop in diesem Jahr. Der Privatsender stoppte Gewinn-Shows wie "Allein gegen alle" und "Call TV". Die dritte Staffel von "Big Brother", die im März endete, schrammte knapp an einem Quoten-Desaster vorbei. Eine weitere Reality-Show, "To Club", fiel beim Publikum ebenfalls durch.

Auch für Endemol Deutschland, Tochter des erfolgsverwöhnten TV-Produktionsriesen aus Holland, ist "Big Diet" ein herber Rückschlag.

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