Sicherheit
Sensor meldet Gasgefahr

Jedes Jahr kommen in Deutschland bei Gasexplosionen mehrere Dutzend Menschen ums Leben oder werden verletzt. Erst vergangene Woche starb in Köln bei einer Explosion in einem viergeschossigen Mietshaus ein Bewohner. Jetzt hat Gerhard Wiegleb, Professor an der Fachhochschule Dortmund, einen Sensor vorgestellt, der solche Unglücke verhindern soll.

ks DÜSSELDORF. Per Infrarot misst er anhand von Anderungen der Lichtfarben schon geringste Mengen Erdgas. Sobald die Konzentration ein Prozent erreicht - ein Wert weit unter der Schwelle, bei der es gefährlich wird - , löst er Alarm aus. Das Warnsignal lasse sich auch nutzen, um die Gaszufuhr elektrisch abzuriegeln, so Wiegleb.

Der neue Sensor ist mit unter 50 Euro nicht nur deutlich billiger als bisherige industrielle Messsysteme, die 3000 Euro und mehr kosten. Er arbeitet laut Wiegleb zudem äußerst zuverlässig, löst zum Beispiel keine Fehlalarme aus. Bei 8,5 Millionen Erdgas-Hausanschlüssen allein in Deutschland sieht der Forscher ein riesiges Marktpotenzial. Nach viel versprechenden Gesprächen unter anderem mit Ruhrgas und RWE Gas ist Wiegleb zuversichtlich, innerhalb eines Jahres die ersten serienreifen Sensoren anbieten zu können. Auch etliche Stadtwerke interessieren sich für die Gasmelder.

Quelle: WirtschaftsWoche

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