Sicherheitsalarm
Eiliger Footballfan legte Flughafen Atlanta lahm

Ein Football-Fan in Eile hat in den USA einen der größten Flughäfen der Welt für Stunden lahm gelegt, indem er durch eine Sicherheitskontrolle rannte.

dpa WASHINGTON. Für mehr als drei Stunden waren daraufhin am Freitag alle Flüge am Flughafen Atlanta (US- Bundesstaat Georgia) gestoppt worden. Tausende Passagiere wurden in Sicherheit gebracht, bevor klar war, dass es sich bei dem 32-Jährigen nicht um einen bewaffneten Terroristen handelte.

Michael Lasseter erklärte später bei seiner Festnahme, er sei zunächst normal durch die Sicherheitskontrolle gegangen. Dann habe er bemerkt, dass seine Kameratasche fehlte. Deshalb eilte er durch die Sperren zurück ins Hauptterminal und löste damit das gewaltige Chaos aus. In ersten Meldungen hieß es dann fälschlicherweise, ein bewaffneter Mann sei durch die Sicherheitssperren gerannt.

Zwischen 5 000 und 10 000 Passagiere und Flughafenangehörige wurden sofort aus den Gebäuden gebracht, und die Polizei begann eine riesige Suchaktion. Lasseter war unterdessen im U-Bahnbereich verschwunden, weil er sich nach eigenen Angaben in dem Chaos völlig verlaufen hatte. Ihm sei dabei nicht klar gewesen, dass er das Chaos ausgelöst hatte, berichtete die örtliche Presse.

Als der Flughafen schließlich nach drei Stunden wieder geöffnet wurde, durften die Passagiere in Gruppen zu jeweils 25 Personen wieder herein und wurden gründlich überprüft. Lasseter, der bei seiner "Flucht" von Videokameras aufgenommen worden war, wurde festgenommen, als er seinen Flug zu einem Football-Spiel neu buchen wollte.

Die Evakuierung führte auch am Samstag noch zu Verspätungen an der gesamten Ostküste. Atlanta ist einer der größten Flughäfen der Welt, und vor dem Wochenende herrschte dort besonders starker Verkehr. Allein die Fluggesellschaft Delta hatte am Freitag 130 Flüge gestrichen. Auch internationale Flüge waren betroffen. Mehrere Maschinen aus dem Ausland durften während der Evakuierung zwar landen, mussten aber weit entfernt vom Terminal parken. Internationale Starts waren wie nationale Flüge gestrichen worden.

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