Sicherheitslage hat sich in Teilen von Afghanistan verschlechtert
Bombenexplosion vor Ministerium in Kabul

Es sei niemand verletzt worden. Der Sprengsatz sei eine Stunde vor Beginn der Ausgangssperre um Mitternacht explodiert, hieß es.

HB/dpa KABUL/Washington. Bei einem Bombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist das Ministerium für Telekommunikation beschädigt worden. "Ich habe keinen Zweifel, dass es ein terroristischer Anschlag war", sagte der Nationale Sicherheitschef Amanullah Salih am Freitag.

Steve Odell von der internationalen Schutztruppe ISAF sagte, nach Angaben der Polizei sei der ein Kilogramm schwere Sprengsatz am Donnerstagabend aus einem fahrenden Auto geworfen worden. Er sei in einem Graben vor dem Ministerium explodiert. Fensterscheiben gingen zu Bruch. Verletzt wurde niemand.

Salih sagte, Terroristen könnten in Kabul nicht viel Unheil anrichten, weil die Sicherheitsmaßnahmen erhöht worden seien. "Aber sie können immer noch für Unruhe sorgen", fügte er hinzu. Anfang Juli war der stellvertretende afghanische Präsident Hadschi Abdul Kadir vor seinem Büro erschossen worden. Außerdem war ein Mann festgenommen worden, der ein Selbstmordattentat geplant haben soll. Die Regierung hatte daraufhin die Zahl der Polizeiposten erhöht.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat unterdessen zu mehr und schnellerer Finanzhilfe für Afghanistan aufgerufen. Die finanzielle Unterstützung von Präsident Hamid Karsai sei dringlicher als die Verbesserung der "relativ stabilen" Sicherheitslage, sagte er am Donnerstag in Washington.

Auf einer Geberkonferenz im Januar in Tokio waren Afghanistan 4,5 Milliarden Dollar für die kommenden Jahre zugesagt worden. Rund 1,8 Milliarden Dollar (1,83 Milliarden Euro) sollten in diesem Jahr ausgezahlt werden. Davon stünden aber noch immer zwei Drittel aus, klagte Rumsfeld.

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