Sicherheitslücke in Unternehmen
Daten am Arbeitsplatz können ausspioniert werden

Neugierige Kollegen können in einem lokalen Computernetzwerk sensible Daten aus Bank-Transaktionen, Online-Bestellungen oder E-Mails viel leichter ausspähen als vermutet

ddp HANNOVER. Vor dieser internen Sicherheitslücke in Unternehmen warnte das Computer-Magazin "c't" am Freitag. Zwar würden Firmen mit verschiedensten Softwarelösungen versuchen, ihre Netzwerke vor Viren, Hackerangriffen und versteckten Spionageprogrammen zu schützen. Doch hinter diesem Schutzwall seien die Daten einsehbar. Wer aus einem kleinen Netzwerk mit einem so genannten Sniffer-Programm unverschlüsselte Daten herausfiltere, könne über ein paar Mausklicks an Passwörter gelangen oder die Surf-Gewohnheiten seines Kollegen verfolgen. In größeren Computernetzwerken sei die Spionagegefahr dank einer anderen Technik geringer.

Geht es um Homebanking, dürfte sich niemand gerne in die Karten schauen lassen. In der Regel setzen Betreiber solcher Dienste häufig so genannte PIN/TAN-Verfahren ein, die über gesicherte Verbindungen laufen, deren Verschlüsselungstechniken als sicher gelten. Doch auch hier gebe es einige Sicherheitslücken, die es erlaubten, Abfragen des Kontostands oder Überweisungsaufträge zu beobachten.

Sollte es tatsächlich zu einem Spionage-Akt eines Kollegen kommen, könne er die Online-Aktivitäten allerdings nur einsehen. Um gefälschte Überweisungsaufträge abzusetzen, wäre ein deutlich höherer Aufwand erforderlich.

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