Sicherheitslücken bei zahlreichen Geräten
Bluetooth-Handys erfreuen Hacker

Nicht nur Computer sind durch Viren gefährdet. Auch moderne Handys geraten zunehmend in den Focus von Hackern, die Daten ausspionieren und Verbindungskosten in die Höhe treiben. Eine Untersuchung zeigt, dass viele Geräte Schwachstellen haben.

hiz DÜSSELDORF. Bei einer Untersuchung des IT-Security-Dienstleisters Integralis wurden sogar noch mehr Sicherheitslücken bei Mobiltelefonen festgestellt, als bisher angenommen. Zugriff auf die mobilen Geräte können sich Hacker über die Bluetooth-Schnittstelle verschaffen, die beispielsweise gerne für drahtlose Headsets genutzt wird. Sobald Handy-Nutzer ihre Bluetooth-Schnittstelle aktivieren, können Hacker via Laptop oder PDA - abhängig vom Handy-Modell - heimlich Telefonate über das fremde Gerät führen und dabei auch kostenpflichtige 0190-Nummern wählen. Die Hacker können zudem aktuelle Gespräche über Bluetooth-Handys unterbrechen. Manche der betroffenen Mobiltelefone gestatten es Hackern zudem, SMS-Nachrichten des Handy-Besitzers zu lesen sowie Nachrichten in seinem Namen zu verschicken. Die Angreifer können außerdem Adressbücher und Terminkalender lesen und überschreiben und die gefälschten Daten sowohl im Handy-Speicher als auch auf der SIM-Karte abspeichern.

Die Bluetooth-Handys wurden von Integralis auf verschiedene Angriffsmöglichkeiten getestet. Erstaunt zeigt sich Michael Müller, Bluetooth- und WLAN-Security-Experte des IT-Dienstleisters, dass vor allem die neueren Handymodelle Schwachstellen aufweisen. Da die Hersteller offensichtlich nur langsam auf diese Bedrohungen reagieren, liegt für Müller die Zukunft der Hacker im Mobile-Computing-Umfeld.

Wegen dieser zahlreichen Unsicherheiten, die jetzt schon bekannt sind, raten die Experten generell, die Bluetooth-Funktionalität in Handys und PDAs nur in sicheren Umgebungen zu aktivieren - aber keinesfalls auf öffentlichen Plätzen.

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