Sicherheitstechnologie boomt
Drägerwerk winkt Anlegern mit höherer Dividende

Der Lübecker Hersteller für Medizin- und Sicherheitstechnik Drägerwerk AG hat seinen Gewinn im ersten Quartal dank des florierenden Geschäfts mit Sicherheitstechnologie gesteigert.

Reuters LÜBECK. Auch für das Gesamtjahr 2003 erwartet der Konzern ein kräftiges Gewinnwachstum, obwohl der Auftragseingang in der Sparte Medical wegen der Auswirkungen der Lungenkrankheit SARS und des Irak-Kriegs stark rückläufig ist. Den Aktionären stellt die Firma schon jetzt eine weitere Dividendenerhöhung in Aussicht. Der Konzerngewinn nach Steuern sei im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 2,2 Mill. ? gestiegen, teilte das im TecDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Lübeck mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging jedoch mit 10,5 (Vorjahr: 10,6) Mill. ? leicht zurück. Der Umsatz erhöhte sich um zwei Prozent auf 280,2 Mill. ?.

Die Firma profitiert von einer weltweit steigenden Nachfrage nach Sicherheitstechnologie in Folge der Anschläge des 11. September. Der Konzern erwartet daher einen Anstieg des Jahresüberschusses um ein Drittel auf rund 27 Mill. ?. Für das Jahr 2003 stellte Drägerwerk den Aktionären bereits eine Erhöhung der Dividende auf 41 (2002:: 35) Cent für Vorzugsaktien und 35 (29) Cent für Stammaktien in Aussicht. Die Aktie profitierte davon aber nicht und tendierte bis zum frühen Nachmittag nahezu unverändert bei 32,20 ?.

Der Umsatz werde in diesem Jahr um vier bis fünf Prozent auf 1,38 Mrd. ? steigen - ohne das Joint Venture mit Siemens für Produkte des klinischen Akutbereichs und den Verkauf der Dräger-Aerospace, hieß es. Das Gemeinschaftsunternehmen und den Verkauf eingerechnet werde der Gewinn voraussichtlich bei 37 Mill. ? liegen, der Umsatz bei 1,5 Mrd. ?.

Die EU-Kommission hatte Ende April das Dräger-Joint Venture mit Siemens genehmigt. Das Gemeinschaftsunternehmen soll nach früheren Angaben in seinem ersten vollen Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von mehr als 1,1 Mrd. ? erzielen. Die Unternehmenssparte Aerospace hatte Dräger kürzlich an die britische Firmengruppe Cobham verkauft.

In der Konzernsparte Medizintechnik musste die Drägerwerk AG den Angaben zufolge deutliche Einbußen bei den Auftragseingängen verzeichnen. Insgesamt seien die Bestellungen mit 192 Mill. ? 7,7 % unter dem Vorjahreszeitraum geblieben. Grund seien die Auswirkungen der Lungenkrankheit SARS und der Irak-Krieg, hieß es. Insbesondere aus Asien, den USA und dem Nahen Osten seien die Aufträge rückläufig gewesen. In der Sicherheitstechnik sei der Auftragseingang im ersten Quartal allerdings mit 130,2 Mill. ? um 24,5 % gestiegen.

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