Sichtweise beträgt nur 50 Meter
Sandstürme behindern alliierten Vormarsch im Irak

Schwere Sandstürme haben am Dienstag den Vormarsch amerikanischer und britischer Bodentruppen an verschiedenen Kriegsschauplätzen behindert. Ein dpa-Reporter berichtete aus der Nähe der Stadt Nasirija, die Sichtweite betrage nur 50 Meter. Kampfhubschrauber könnten nicht zum Einsatz kommen.

HB/dpa BAGDAD/KAIRO. Ein CNN-Reporter, der sich mit Einheiten der 7. amerikanischen Kavalleriedivision auf dem Weg nach Bagdad befand, erklärte, die Panzereinheiten würden wegen der schlechten Sicht aus geringer Nähe mit Maschinengewehren beschossen. Die Einheit habe inzwischen eine Brücke über den Fluss Euphrat überquert. Die Brücke sei vermint gewesen. Die irakische Armee habe aber offenbar keine Zeit gehabt, die Sprengladungen zur Explosion zu bringen.

Am Dienstagmorgen gaben insgesamt drei irakische Regierungsmitglieder Pressekonferenzen in Bagdad. Informationsminister Mohammed Sajjid el Sahhaf sagte, am Vortag seien acht alliierte Soldaten getötet, drei Hubschrauber abgeschossen und drei gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden. "Die Alliierten sind geschockt, dass sie niemand mit Blumen begrüßt, sondern dass sie mit Kugeln empfangen werden", sagte der Minister.

Die seit Anfang des Krieges vor sechs Tagen umkämpfte südirakische Stadt Umm Kasr ist nach Angaben britischer Militärs inzwischen offen und ruhig. Die Stadt sei "als sicher deklariert". Hilfslieferungen über diese Hafenstadt sollen in den kommenden zwei Tagen aufgenommen werden.

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