Siebel tritt an der Seite von Microsoft gegen SAP an
Software-Unternehmen verbünden sich

Die amerikanischen Softwarehäuser Microsoft Corp. und Siebel Inc. kämpfen künftig gemeinsam um Unternehmenskunden. Die Firmen kündigten an, Entwicklung, Vertrieb und Service zu bündeln.

jojo MÜNCHEN. "Das gibt es in dieser Art mit keinem anderen Partner", betonte Walter Seemayer, Mitglieder der Microsoft-Geschäftsführung in Deutschland, am Montag in München. Ein Einstieg von Microsoft bei Siebel sei allerdings nicht geplant, unterstrich der Manager. Im Vorfeld der Mitteilung hatten Analysten spekuliert, der weltweit größte Software-Konzern könnte sich mit bis zu 50 % an Siebel beteiligen.

Die beiden US-Unternehmen bündeln ihre Kräfte im Kampf gegen die deutsche SAP AG. Siebel gilt als führend im Bereich Software für das Management von Kundenbeziehungen, so genannte CRM-Software. Dies ist ein Gebiet, in das auch SAP vor einigen Jahren eingestiegen ist. Jetzt nutzt Siebel Microsofts .Net- Technologie (sprich Dot-Net), um die Software der beiden Unternehmen zusammen zu bringen. Bis zu 100 Entwickler werden bald gemeinsam arbeiten, so Siebel-Manager Uwe Ritter. Ferner soll ein nicht genau bezifferter Millionen-Betrag in das Marketing fließen.

Die Unternehmen erhoffen sich erhebliche Einsparungen durch die Kooperation. Überschneidungen im Produktangebot sehen die Partner nicht. Microsoft ziele bislang eher auf kleine und mittlere Firmen ab, Siebel auf größere Kunden, sagte Microsoft-Manager Seemayer. Exklusivität bekommt Microsoft-Chef Bill Gates mit dem neuen Abkommen dennoch nicht. Siebel werde weiterhin den so genannten J2EE-Standard des Microsoft-Rivalen Sun unterstützen, unterstrich Ritter.

Die Börse sah in der Ankündigung vor allem Vorteile für Siebel: Der Aktienkurs kletterte in New York im frühen Handel in einem schwachen Umfeld um 3 % auf knapp 6,4 $. Microsoft verlor leicht auf 51,4 $. SAP legten um etwa 1 % auf rund 73,8 Euro zu.

Quelle: Handelsblatt

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