Sieben Deutsche und vier Briten aus Hotels mitgenommen
China nimmt westliche Falun-Gong-Anhänger fest

Die chinesischen Behörden haben am Donnerstag mindestens 40 westliche Anhänger der verbotenen Falun-Gong-Bewegung festgenommen, darunter sieben Deutsche und vier Briten. Sie seien bei versuchten Protesten rund um den Pekinger Platz des Himmlischen Friedens in Gewahrsam genommen worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

afp PEKING. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP und andere Augenzeugen hatte beobachtet, wie rund 25 Männer und Frauen festgenommen wurden, als sie Spruchbänder entrollen wollten. Zu dem weitläufigen Platz waren bereits vor dem versuchten Protest hunderte Polizisten entsandt worden. Insgesamt 21 Falun-Gong-Anhänger waren zuvor in ihren Hotels festgenommen worden. Sicherheitskräfte hätten eine Britin "brutal an den Haaren weggerissen", sagte eine Sprecherin der Bewegung in New York.

Bereits am Montag hatten ein amerikanischer und ein kanadischer Falun-Gong-Anhänger eine ähnliche Demonstration versucht und waren umgehend festgenommen worden. Einen Tag später waren sie abgeschoben worden. Derzeit laufen landesweit die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest. In der kommenden Woche wird US-Präsident George W. Bush zu einem China-Besuch erwartet.

Die Falun-Gong-Bewegung, die nach eigenen Angaben in China 70 Millionen Anhänger hat, ist seit Juli 1999 wegen angeblicher Umsturzpläne verboten. Seither wurden nach Angaben von Falun Gong Zehntausende ihrer Anhänger festgenommen. Menschenrechtsorganisationen zufolge starben bisher mehr als 170 Falun-Gong-Anhänger in Haft. Die Lehre der Bewegung besteht in einer Verbindung aus traditioneller chinesischer Heilkunst und religiösen Ritualen aus dem Buddhismus und Hinduismus. Nach eigenen Angaben verfolgt sie keine politischen Ziele.

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