Sieben Entscheidungen
Drechsler und Baumann greifen nach Gold

Mit sieben Entscheidungen werden die Leichtathletik-Europameisterschaften heute fortgesetzt. Auf Weitspringerin Heike Drechsler und Dieter Baumann über 10 000 m ruhen die Medaillenhoffnungen im deutschen Team.

dpa MÜNCHEN. Die Entscheidungen im Überblick:

Männer:

  • 100 m:

    Der Brite Dwain Chembers hat zwei Mal in dieser Saison Maurice Greene (USA) bezwungen, ist dann aber bei den Commonwealth Games in Manchester im 100-m-Finale ausgeschieden. Nur in Bestform kann er den Griechen Georgios Theodoridis und den nun für Portugal laufenden Nigerianer Francis Obikwelu in Schach halten. Für Marc Blume, Alexander Kosenkow (beide Wattenscheid) und Mark Kochan (Kornwestheim) war das Vordringen in die 2. Runde bereits ein Erfolg.
  • 10 000 m:

    Vom deutschen Trio kommt nur der 92er Olympiasieger Dieter Baumann (Tübingen) für einen Medaillenrang in Betracht. Der 37-Jährige hat mit seinem Sieg bei der EAA-Challenge in 27:38,52 Minuten Hoffnungen genährt und dabei den europäischen Saisonbesten Jose Rios (Spanien/27:35,13) im Spurt besiegt. Danach hat Baumann bei seinem Marathondebüt in Hamburg aufgegeben und musste wegen einer Grippe auf einen Start bei den deutschen Meisterschaften verzichten. Mario Kröckert (Leverkusen) und Alexander Lubina (Wattenscheid) sind die anderen deutschen Starter.
  • Hammerwerfen:

    Ohne deutsche Beteiligung geht dieser Wettbewerb über die Bühne. Der Weltjahresbeste Alexej Zagorni (Russland) erzielte mit 80,16 m und unterstrich mit der größten Qualifikationsweite seine Titelambitionen. Auch Titelverteidiger Tibor Gecsek (Ungarn) ist dabei.



Frauen:

  • 100 m:

    Nach dem Verzicht der Saisonbesten Shanna Pintusewitsch (Ukraine) dürfte Muriel Hurtis (Frankreich) große Chancen haben, ihre Landsmännin Christine Arron zu beerben. Beim Europapokal-Finale in Annecy glänzte sie in 10,96 Sekunden. Die WM-Dritte Ekaterini Thanou (Griechenland) steht ebenfalls im Blickpunkt. Für Sina Schielke (Dortmund) wäre das Erreichen des Finals ein schöner Erfolg, auf dem sie in Zukunft weiter aufbauen könnte.
  • 20 km Gehen:

    Alles andere als ein russischer Erfolg wäre eine Überraschung. Aber auch die Olympia-Zweite Kjersti Plätzer (Norwegen), die Italienerinnen um Titelverteidigerin Annarita Sidoti und die Spanierin Maria Vasco sind zu beachten. Wenn Melanie Seeger (Potsdam) ihren 7. Platz von der WM im Vorjahr wiederholen könnte, wäre das ein Achtungserfolg.
  • Weitsprung:

    Heike Drechsler aus Karlsruhe könnte ein weiteres Kapitel Weitsprung-Geschichte schreiben und zum fünften Mal in Folge Titelträgerin werden. Die zweimalige Olympiasiegerin und Weltmeisterin hat sich rechtzeitig von ihren Verletzungsproblemen (Wadenzerrung) erholt, nimmt aber nur Rang fünf in der Europabestenliste ein. Tatjana Kotowa (Russland) muss nach ihren 7,42 m mit der Favoritenrolle leben. Bianca Kappler (Halstenbek) und Sofia Schulte (Leverkusen) müssen wie alle anderen erst noch die Qualifikation überstehen.
  • Diskuswerfen:

    Hier wird die Nachfolgerin für die verletzte Franka Dietzsch aus Neubrandenburg gesucht. Nachdem keine Werferin in der Qualifikation die geforderten 62,00 m übertreffen konnte, werden die Karten neu gemischt. Edmonton-Weltmeisterin Natalja Sadowa (Russland) dürfte favorisiert sein, obwohl sie in der Qualifikation nur 8. mit 58,44 m war. Die Olympia-Zweite Anastasia Kelesidou und Ekaterini Vogoli (beide Griechenland) dürften ein Wörtchen mitreden. Für Nachwuchswerferin Jana Tucholke (Leipzig) ist das Erreichen des Endkampfs ein Erfolg.



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