Sieben Kabinettsmitglieder ausgeschieden
Hintergrund: Bisherige Rücktritte im Kabinett Schröder

dpa BERLIN. Aus dem Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sind seit Regierungsantritt der rot-grünen Koalition im Oktober 1998 mit Andrea Fischer und Karl-Heinz Funke bis jetzt sieben führende Kabinettsmitlieder, darunter sechs Bundesminister, ausgeschieden:

11. März 1999: Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine nach Streit mit Schröder um die Steuerpolitik und nach dem Vorwurf eines "schlechten Mannschaftsspiels". Nachfolger: Hans Eichel (SPD)

31. Juli 1999: Kanzleramtsminister Bodo Hombach verzichtet wegen Ernennung zum EU-Koordinator für den Balkan-Stabilitätspakt. Nachfolger: Frank-Walter Steinmeier (im Rang eines beamteten Staatssekretärs)

17. September 1999: Verkehrsminister Franz Müntefering wegen erneuter Übernahme des Amtes des SPD-Generalsekretärs (vormals: Bundesgeschäftsführer). Nachfolger: Reinhard Klimmt (SPD)

16. November 2000: Verkehrsminister Reinhard Klimmt tritt nach einem Strafbefehl wegen einer Finanzaffäre um den 1. FC Saarbrücken zurück. Nachfolger: Kurt Bodewig (SPD)

22. November 2000: Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) kündigt sein Ausscheiden zum Jahresende wegen eines beabsichtigten Wechsels zur "Zeit" an. Nachfolger: Der Münchner Kulturreferent Julian Nida- Rümelin (SPD).

09. Januar 2001: Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Bündnis90/Grüne) wegen der BSE-Affäre.

09. Januar 2001: Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) wegen der BSE-Affäre.

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