Sieben Millionen Euro Schaden pro Tag
Ölpest in Spanien wird wirtschaftliches Desaster

Die vom havarierten Tanker "Prestige" verursachte Ölpest an der Atlantikküste im Nordwesten Spaniens verursacht einen wirtschaftlichen Schaden von sieben Millionen Euro pro Tag. Dies geht aus einer Schätzung hervor, die die spanische Regierung und die Regierung der autonomen Region Galicien am Sonntag erstellten.

HB/dpa LA CORUNA. Spanien will nach Angaben aus Justizkreisen die griechische Reederei des Tankers für den Schaden zur Rechenschaft ziehen. Dies dürfte nach Ansicht von Experten einen jahrelangen Rechtsstreit zur Folge haben. Bei der Umweltkatastrophe nach dem Sinken des Öltankers "Aegean Sea" im Dezember 1992 vor der Hafenstadt La Coruña hatte es fast zehn Jahre gedauert, bis die Frage der Entschädigung für die betroffenen Fischer geklärt war.

Die spanischen Behörden verhängten für die von der jüngsten Ölpest betroffenen Küstengebiete ein Fischerei-Verbot. Davon waren bis zu 1000 Krabbenfischer und Muschelzüchter betroffen. Die Fischerei-Verbände äußerten die Befürchtung, dass die Fanggründe durch die Ölpest dauerhafte Schäden erlitten haben könnten.

Der Tanker "Prestige" wurde mit über 70 000 Tonnen Öl an Bord von Schleppern weiter auf das offene Meer hinaus gezogen. Dabei strömte nach Angaben der spanischen Behörden erneut Öl ins Meer. Ein Auseinanderbrechen und Sinken des altersschwachen Schiffes galten jedoch vorerst als unwahrscheinlich.

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